Deutsche Tageszeitung - Kabelklau: Eurostars zwischen Paris, Brüssel und London ausgefallen

Kabelklau: Eurostars zwischen Paris, Brüssel und London ausgefallen


Kabelklau: Eurostars zwischen Paris, Brüssel und London ausgefallen
Kabelklau: Eurostars zwischen Paris, Brüssel und London ausgefallen / Foto: © AFP/Archiv

Wegen eines Kabeldiebstahl im großen Stil sind am Mittwochvormittag sämtliche Eurostar-Verbindungen zwischen Paris, Brüssel und London ausgefallen oder verspätet. Eurostar empfahl den Betroffenen, ihre Reise zu stornieren oder zu verschieben. Viele der Reisenden waren bereits am Vorabend in Paris gestrandet, da es nach Angaben von Eurostar in der Nähe von Lille einen Unfall gegeben hatte. Zwei Menschen seien von einem Zug erfasst worden.

Textgröße ändern:

Im Onlinedienst X mehrten sich Kommentare empörter Reisender. Viele von ihnen beschwerten sich, dass sie trotz mehrstündiger Verspätung keine Verpflegung bekommen hätten. Andere zeigten sich wütend, weil sie nicht aus Paris weg kamen und nach eigener Aussage keine Hilfe bei der Suche nach einer Unterkunft erhielten.

Die französische Bahn hatte am Mittwochmorgen den Diebstahl von etwa 600 Meter Kabeln in der Nähe der nordfranzösischen Stadt Lille gemeldet. Die Reparaturen sollten den ganzen Tag über anhalten. Da die Schnellstrecke deswegen nicht befahrbar war, wurde ein Teil der Züge auf andere Strecken umgeleitet. Am Bahnhof von Lille wurde die Normalisierung des Verkehrs für 16.00 Uhr angekündigt.

In den vergangenen Monaten war es mehrfach zu Kabeldiebstählen und nachfolgenden Störungen des Zugverkehrs gekommen. Die Kabel sind wegen des enthaltenen Kupfers begehrt, das sich anschließend weiterverkaufen lässt.

(L.Møller--DTZ)

Empfohlen

Über 60 Millionen Euro Schaden durch Geldwäsche und Steuerhinterziehung - Razzia

Weil sie den Behörden durch Geldwäsche und Hinterziehung mehr als 60 Millionen Euro an Steuern vorenthalten haben sollen, ermittelt der Zoll in Hessen gegen insgesamt 50 Beschuldigte. Sie sollen über ein Netz aus Scheinfirmen Bargeld gewaschen und Steuern sowie Sozialabgaben hinterzogen haben, wie das Hauptzollamt Frankfurt am Main am Mittwoch mitteilte. Demnach arbeitete die Gruppe seit 2017 als Dienstleister.

Nordrhein-Westfalen: 88-Jähriger in Leverkusen von Zug erfasst und getötet

Ein 88-Jähriger ist im nordrhein-westfälischen Leverkusen von einem Güterzug erfasst und tödlich verletzt worden. Der Mann versuchte am Dienstag, einen Bahnübergang bei geschlossenen Schranken und roter Ampel zu überqueren, wie die Polizei in Köln am Mittwoch mitteilte. Dabei erfasste ihn der in Richtung Opladen fahrende Zug tödlich. Der 29-jährige Zugführer erlitt einen Schock und wurde von Rettungskräften versorgt.

Philippinischer Ex-Präsident Duterte erscheint erstmals vor Internationalem Gericht

Der wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit vor dem Internationalen Strafgerichtshof (IStGH) angeklagte frühere philippinische Präsident Rodrigo Duterte ist erstmals zu einer Anhörung im Gerichtssaal in Den Haag erschienen. Der 81-Jährige folgte der gut eine Stunde dauernden Sitzung am Mittwoch regungslos. Er winkte jedoch der Zuschauertribüne zu, als die Richterin nach Ende der Anhörung den Gerichtssaal verlassen hatte.

Streit um Swingerparty-Artikel: Gericht gibt Stadtrat in Baden-Württemberg recht

Die Stadt Mannheim muss einer Gerichtsentscheidung zufolge im Amtsblatt einen Artikel des fraktionslosen Stadtrats Julien Ferrat veröffentlichen, in dem dieser die Stadt wegen der Nichtveröffentlichung zweier Beiträge über eine mögliche Swingerparty im Rathaus kritisiert. Das Verwaltungsgericht Karlsruhe gab Ferrat im Eilverfahren recht, wie es am Mittwoch mitteilte. Der Artikel trägt demnach den Titel "Zensur im Amtsblatt der Stadt Mannheim".

Textgröße ändern: