Deutsche Tageszeitung - Französische Fluglotsen streiken: Zahlreiche Ausfälle und Verspätungen

Französische Fluglotsen streiken: Zahlreiche Ausfälle und Verspätungen


Französische Fluglotsen streiken: Zahlreiche Ausfälle und Verspätungen
Französische Fluglotsen streiken: Zahlreiche Ausfälle und Verspätungen / Foto: © AFP/Archiv

Wegen eines Streiks französischer Fluglotsen zum Auftakt der Sommerferien fallen am Donnerstag und Freitag zahlreiche Flüge aus. Nach Angaben der Flugaufsicht fielen am Donnerstag ein Viertel der Flüge von und nach Paris aus. Auf dem Flughafen Nizza wurde jeder zweiter Flug gestrichen, in Marseille sollten 30 Prozent der Flüge ausfallen. Auch in anderen Ländern kommt es zu Ausfällen und Verspätungen, da auch Flüge über Frankreich betroffen sind.

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Der Streik sei "inakzeptabel", da er Ferienpläne von Tausenden Menschen durcheinander bringe, erklärte Airlines for Europa, ein Zusammenschluss mehrerer Fluggesellschaften.

Zu dem Streik hatten zwei Gewerkschaften der Fluglotsen aufgerufen, die bessere Arbeitsbedingungen fordern. Sie protestieren unter anderem gegen eine Reform, die eine engere Kontrolle der Fluglotsen vorsieht. Diese wurde eingeführt, nachdem es Ende 2022 in Bordeaux beinahe zu einem Zusammenstoß zweier Flugzeuge gekommen wäre. Eine Untersuchung wies auf eine mangelhafte Organisation der Fluglotsen hin.

Verkehrsminister Philippe Tabarot hatte am Vorabend des Streiks ein Nachgeben ausgeschlossen. "Die von Minderheitsgewerkschaften vorgebrachten Forderungen sind ebenso inakzeptabel wie die Entscheidung, zum Ferienbeginn zu streiken", sagte er am Mittwoch.

In Frankreich beginnen am Samstag landesweit die Sommerferien. In vielen weiterführenden Schulen haben die untereren Jahrgangsstufen wegen der Abiturprüfungen bereits frei.

Die französische Flugaufsicht wies die Fluggesellschaften an, einen Teil ihrer Flüge zu streichen, um die Sicherheit mit weniger Personal gewährleisten zu können. Von etwa 1400 Fluglotsen beteiligen sich nach Angaben aus Flughafenkreisen etwa 270 an dem Streik.

Die europäische Behörde Eurocontrol meldete am Donnerstagmorgen Verspätung von durschnittlich 18 Minuten, die zu 83 Prozent dem französischen Streik zugeschrieben wurde. Nach Angaben von Eurocontrol waren am Donnerstag in ganz Europa 25.800 kommerzielle Flüge geplant.

Die Fluggesellschaft Ryanair kündigte an, 170 Flüge zu streichen. Davon seien 30.000 Passagiere betroffen. "Erneut werden Familien in ganz Europa zu Geiseln des Streiks der französischen Fluglotsen", sagte Ryanair-Chef Michael O'Leary.

(W.Novokshonov--DTZ)

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