Deutsche Tageszeitung - Sri Lankas früherer Präsident Wickremesinghe festgenommen

Sri Lankas früherer Präsident Wickremesinghe festgenommen


Sri Lankas früherer Präsident Wickremesinghe festgenommen
Sri Lankas früherer Präsident Wickremesinghe festgenommen / Foto: © AFP

Der frühere srilankische Präsident Ranil Wickremesinghe ist wegen des Vorwurfs der Veruntreuung staatlicher Gelder festgenommen worden. Er sei in Gewahrsam genommen worden, nachdem er zu einer Reise nach London im September 2023 befragt worden sei, sagte ein hochrangiger Polizeibeamter der Nachrichtenagentur AFP am Freitag.

Textgröße ändern:

Bei der Reise habe Wickremesinghe an einer Zeremonie für seine Frau an einer britischen Universität teilgenommen, während er Staatsoberhaupt war. Wickremesinghe werde die Verwendung staatlicher Mittel für persönliche Zwecke vorgeworfen.

Wickremesinghe hatte 2023 auf dem Rückweg von Havanna, wo er an einem G77-Gipfel teilgenommen hatte, in London Station gemacht. Er und seine Frau nahmen an einer Zeremonie der Universität Wolverhampton teil. Wickremesinghe hatte gesagt, dass die Reisekosten seiner Frau von ihr selbst getragen und keine staatlichen Mittel verwendet worden seien.

Die Polizei geht hingegen davon aus, dass Wickremesinghe staatliche Gelder für seine private Reise verwendet habe und dass auch seine Leibwächter vom Staat bezahlt worden seien.

Wickremesinghe wurde 2022 Übergangspräsident des südasiatischen Landes und folgte auf Gotabaya Rajapaksa, nachdem dieser durch landesweite Proteste zum Rücktritt gezwungen worden war. Wickremesinghe wird die Stabilisierung der Wirtschaft nach der schlimmsten Finanzkrise des Landes 2022 zugeschrieben. Im September vergangenen Jahres wurde Wickremesinghe abgewählt.

(M.Dorokhin--DTZ)

Empfohlen

Sorgerechtsstreit als mutmaßliches Motiv: Sechs Tote bei Schusswaffenangriff in Stade

Nach dem Schusswaffenangriff mit sechs Toten in einer Jugendhilfeeinrichtung im niedersächsischen Stade liegt das Motiv nach ersten Erkenntnissen der Ermittler in einem Sorgerechtsstreit. Bei dem kurz nach der Tat festgenommenen mutmaßlichen Schützen handle es sich um einen 45-jährigen Deutschen, dessen drei Monate alte Tochter mitsamt der 34-jährigen Kindsmutter in der Einrichtung untergebracht gewesen sei, sagte die Lüneburger Polizeipräsidentin Kathrin Schuol am Montag vor Journalisten in Stade. Die Getöteten waren demnach Mitarbeitende eines Jugendhilfeträgers und des Jugendamts.

Sechs Tote bei Schusswaffenangriff in Stade: Verdächtiger ist 45-Jähriger Deutscher

Bei dem festgenommenen Tatverdächtigen zum Schusswaffenangriff in einer Jugendhilfeeinrichtung im niedersächsischen Stade mit sechs Toten handelt es sich um einen 45-jährigen Deutschen. Der Mann aus dem Raum Hannover sei am Montag im Zusammenhang mit einer "Sorgerechtssache" in der Einrichtung gewesen, in der seine dreimonatige Tochter und die Kindsmutter untergebracht gewesen seien, sagte die Lüneburger Polizeipräsidentin Kathrin Schuol vor Journalisten in Stade.

Oberstes US-Gericht hält Missbrauchsurteil gegen Trump aufrecht

US-Präsident Donald Trump muss der Journalistin E. Jean Carroll fünf Millionen Dollar (rund 4,4 Millionen Euro) Entschädigung wegen sexuellen Missbrauchs und späterer Verleumdung zahlen. Trump scheiterte am Montag vor dem Obersten Gericht der USA mit dem Versuch, das Urteil aus unterer Instanz aufheben zu lassen. Der Supreme Court in Washington wies den Fall ohne Angabe von Gründen ab.

Polizei nennt Schusswaffenangriff mit sechs Toten in Stade "Familientragödie"

Bei dem Schusswaffenangriff in einer Jugendhilfeeinrichtung im niedersächsischen Stade mit sechs Toten hat es sich nach Polizeiangaben um eine "erweiterte Familientragödie" gehandelt. Es gehe "nicht in Richtung Femizid oder auch politischer Hintergrund", sagte ein Polizeisprecher in Lüneburg am Montag der Nachrichtenagentur AFP. Das Motiv für die Gewalttat liege vielmehr "im Umfeld der Jugendhilfeeinrichtung begründet".

Textgröße ändern: