Deutsche Tageszeitung - Linksextremismus-Verdacht: Generalstaatsanwaltschaft Stuttgart ermittelt nach Brand

Linksextremismus-Verdacht: Generalstaatsanwaltschaft Stuttgart ermittelt nach Brand


Linksextremismus-Verdacht: Generalstaatsanwaltschaft Stuttgart ermittelt nach Brand
Linksextremismus-Verdacht: Generalstaatsanwaltschaft Stuttgart ermittelt nach Brand / Foto: © AFP/Archiv

Nach Brandanschlägen auf ein Fahrzeug, ein Wohnhaus und Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr und der Polizei in Leibertingen im Landkreis Sigmaringen hat die Generalstaatsanwaltschaft Stuttgart die Ermittlungen übernommen. Es haben sich aus den bisherigen Ermittlungen Anhaltspunkte für einen extremistischen Hintergrund ergeben, teilten die Ermittler am Dienstag zur Begründung mit. Ein als tatverdächtig festgenommener Mann soll vor den Brandanschlägen Parolen der linksextremen Szene angebracht haben.

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Der Tatverdächtige wurde am Samstag festgenommen und ist seit Sonntag in Untersuchungshaft. Ihm wird versuchter Mord und schwere Brandstiftung vorgeworfen. Er soll in der Nacht auf Freitag mit selbstgebauten Molotowcocktails zunächst ein Auto angezündet und anschließend durch einen gezielten Wurf auf ein Erdgeschossfenster versucht haben, ein Wohnhaus in Brand zu setzen. In dem Haus schlief zu der Zeit eine Familie.

Außerdem soll der Mann in Tötungsabsicht einen Molotowcocktail in Richtung einer Streifenwagenbesatzung und eines Feuerwehrmannes geworfen haben.

Die Generalstaatsanwaltschaft wirft dem Tatverdächtigen außerdem vor, Fahrzeuge beschädigt und auf denselben sowie an einem Gebäude Schriftzüge wie "FCK NZS" und "AFA 161 Area" angebracht haben. "FCK NZS" steht für "Fuck Nazis" und ist eine gegen Rechtsextremismus gerichtete Parole, "AFA 161 Area" steht für die linksextreme Antifaschistische Aktion.

(N.Loginovsky--DTZ)

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