Deutsche Tageszeitung - 300 Kilogramm weitere Drogen in illegalem Labor in Brandenburg entdeckt

300 Kilogramm weitere Drogen in illegalem Labor in Brandenburg entdeckt


300 Kilogramm weitere Drogen in illegalem Labor in Brandenburg entdeckt
300 Kilogramm weitere Drogen in illegalem Labor in Brandenburg entdeckt / Foto: © AFP/Archiv

Nach der Entdeckung eines großen Drogenlabors im brandenburgischen Nauen haben die Ermittler noch mehr Rauschgift in der Halle gefunden. Es seien 300 Kilogramm weitere Drogen entdeckt worden, sagte ein Sprecher des Zollfahndungsamts Berlin-Brandenburg am Montag in Berlin. Insgesamt stieg damit die Menge der beschlagnahmten fertigen Drogen auf 400 Kilogramm.

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Das Labor bislang unvergleichlichen Ausmaßes war am vergangenen Mittwoch in einer Lagerhalle enttarnt worden. Die Ermittler gehen davon aus, dass dort aus Chemikalien Partydrogen produziert wurden, die vor allem in der Berliner Partyszene verkauft wurden. Zunächst wurden hundert Kilogramm fertig produzierter Drogen sowie rund 240.000 Euro Bargeld beschlagnahmt.

Zusätzlich zu den bereits fertigen Drogen fanden die Fahnder noch tonnenweise Chemikalien zur Produktion weiterer Drogen sowie zahlreiche Wannen, in denen Chemikalien gemischt wurden. Bei der Abschöpfung dieser Wannen seien am Freitag insgesamt 300 Kilogramm Kristalle zum Vorschein gekommen, die vermutlich ebenfalls als Partyaufputschdrogen verkauft werden sollten. Es sei denkbar, dass noch weitere fertige Drogen entdeckt würden.

Wie lange die Räumung der Halle noch dauern wird, sei noch nicht absehbar, sagte der Zollsprecher. Die Ermittler seien dabei auch auf die Kollegen von Feuerwehr und Technischem Hilfswerk angewiesen. Diese übernähmen die Dekontaminierung der Fahnder und sprühten diese zum Beispiel ab, wenn sie mit den Schutzanzügen aus der Lagerhalle kämen.

Als Hauptverdächtige gelten zwei Männer im Alter von 41 und 50 Jahren, die am Mittwoch festgenommen wurden. Ihnen wird der bandenmäßige gemeinschaftliche unerlaubte Handel mit Betäubungsmitteln vorgeworfen. Dafür drohen fünf bis 15 Jahre Haft.

(L.Barsayjeva--DTZ)

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