Deutsche Tageszeitung - Jüdische Ziele in Berlin ausgespäht: Mutmaßlicher Komplize von Spion festgenommen

Jüdische Ziele in Berlin ausgespäht: Mutmaßlicher Komplize von Spion festgenommen


Jüdische Ziele in Berlin ausgespäht: Mutmaßlicher Komplize von Spion festgenommen
Jüdische Ziele in Berlin ausgespäht: Mutmaßlicher Komplize von Spion festgenommen / Foto: © AFP/Archiv

Vier Monate nach der Festnahme eines Dänen, der im Auftrag eines iranischen Geheimdiensts in Berlin jüdische Einrichtungen ausgespäht haben soll, ist ein mutmaßlicher Komplize festgenommen worden. Die dänischen Behörden fassten den afghanischen Staatsbürger Tawab M. am Mittwoch in Aarhus, wie die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe mitteilte. Er soll mit dem mutmaßlichen Spion Ali S. Kontakt gehabt haben.

Textgröße ändern:

Diesem habe er zugesagt, einem noch unbekannten weiteren Menschen eine Waffe zu beschaffen und ihn dazu zu bringen, einen Anschlag auf jüdische Ziele in Deutschland zu begehen. Schon seit längerer Zeit habe sich M. in Dänemark mit der Beschaffung von Waffen und Zubehör sowie von Technik für Sprengvorrichtungen befasst.

Der Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs erließ einen Haftbefehl, auf dessen Grundlage M. nun festgenommen wurde. Nach seiner Überstellung aus Dänemark soll er in Karlsruhe dem Ermittlungsrichter vorgeführt werden.

Der mutmaßliche iranische Spion S. wurde Ende Juni ebenfalls in Aarhus festgenommen und drei Wochen später nach Deutschland ausgeliefert, wo er in Untersuchungshaft kam. Drei Objekte soll er der Bundesanwaltschaft zufolge im Juni in Berlin ausgespäht haben - mutmaßlich um weitere Operationen vorzubereiten, möglicherweise bis hin zu Anschlägen gegen jüdische Ziele.

Er habe Informationen über jüdische Örtlichkeiten und bestimmte jüdische Menschen sammeln sollen. S., der Medienberichten zufolge afghanische Wurzeln haben soll, wird der geheimdienstlichen Agententätigkeit verdächtigt. Seine Festnahme schlug hohe Wellen, danach bestellte das Auswärtige Amt den iranischen Botschafter ein.

Der Vorwurf gegen den nun festgenommenen mutmaßlichen Komplizen M. lautet auf versuchte Beteiligung an einem Tötungsdelikt. Er soll versucht haben, den noch unbekannten Dritten dazu anzustiften.

(P.Tomczyk--DTZ)

Empfohlen

Mehr als 30 Tote und über 160 Verletzte bei Anschlag auf Moschee in Islamabad

Bei einem Selbstmordanschlag auf eine schiitische Moschee in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad sind dutzende Menschen getötet worden. Nach Angaben aus Polizeikreisen wurden bei dem Anschlag am Freitag mindestens 31 Menschen getötet, mehr als 160 weitere Menschen wurden verletzt. Dutzende Verletzte wurden ins größte Krankenhaus Islamabads eingeliefert, wie Journalisten der Nachrichtenagentur AFP berichteten. Die Zahl der Todesopfer dürfte noch steigen.

Abgetrennte Hände auf A45: Lebensgefährte von getöteter Frau in Untersuchungshaft

Im Fall der auf einer Autobahn in Nordrhein-Westfalen gefundenen abgetrennten Hände einer getöteten 32-Jährigen ist der verdächtige Lebensgefährte in Untersuchungshaft genommen worden. Gegen den 41-Jährigen besteht der dringende Verdacht des Totschlags, wie Polizei und Staatsanwaltschaft in Bonn am Freitag mitteilten. Zuvor war der Mann aus Äthiopien ausgeliefert worden.

Wegen Staatsakts für verstorbene Rita Süssmuth: Karlsruhe verschiebt Verhandlung

Wegen des für den 24. Februar geplanten Staatsakts für die verstorbene Bundestagspräsidentin Rita Süssmuth (CDU) verschiebt das Bundesverfassungsgericht seine Verhandlung über den Weg zum umstrittenen Heizungsgesetz. Diese findet stattdessen am 26. Februar statt, wie das Gericht am Freitag in Karlsruhe mitteilte. Es geht nicht um den Inhalt des Gesetzes, sondern um die Frage, ob die Abgeordneten im Gesetzgebungsverfahren genug Zeit zur Beratung hatten. (Az. 2 BvE 4/23)

Mindestens 31 Tote und über 100 Verletzte bei Anschlag auf Moschee in Islamabad

Bei einem Selbstmordanschlag an einer schiitischen Moschee in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad sind am Freitag dutzende Menschen getötet worden. Nach Angaben aus Polizeikreisen gab es mindestens 31 Todesopfer - die Zahl der Toten werde vermutlich weiter steigen. Mehr als 130 weitere Menschen wurden den Angaben zufolge verletzt. Dutzende Verletzte wurden ins größte Krankenhaus Islamabads eingeliefert, wie Journalisten der Nachrichtenagentur AFP beobachteten.

Textgröße ändern: