Deutsche Tageszeitung - Pizza mit Blauem Eisenhut: Lange Haft wegen versuchter Vergiftung von Ehefrau

Pizza mit Blauem Eisenhut: Lange Haft wegen versuchter Vergiftung von Ehefrau


Pizza mit Blauem Eisenhut: Lange Haft wegen versuchter Vergiftung von Ehefrau
Pizza mit Blauem Eisenhut: Lange Haft wegen versuchter Vergiftung von Ehefrau / Foto: © AFP/Archiv

Wegen des mehrfachen Versuchs, seine Ehefrau zu vergiften, ist ein Mann aus dem Landkreis Bamberg zu einer Freiheitsstrafe von elf Jahren und vier Monaten verurteilt worden. Das Landgericht Bamberg sprach den 56-Jährigen des versuchten Mordes und der gefährlichen Körperverletzung schuldig, wie ein Gerichtssprecher am Freitag in der bayerischen Stadt mitteilte.

Textgröße ändern:

Laut Anklage versuchte der Mann mehrere Male, seine Frau zu töten, in dem er das Gift von Pflanzen in diverse Speisen wie etwa Lasagne oder Gemüse mischte. Die Frau, mit der er seit 1999 verheiratet war und mit der er zwei Kinder hat, erlitt in der Folge unter anderem mehrfach Herzrhythmusstörungen und musste immer wieder im Krankenhaus gehandelt werden. Im Mai 2025 wurde ihr ein Herzschrittmacher eingesetzt, weil die behandelnden Ärzte die Ursache für die Herzprobleme nicht erkannten.

Im Dezember 2024 servierte der Mann seiner Frau schließlich eine Pizza, die mit dem Gift des Blauen Eisenhuts versetzt war. Auch der Sohn aß davon, was der Angeklagte laut Staatsanwaltschaft billigend in Kauf nahm. Beide mussten anschließend mit Herzrhythmusstörungen ins Krankenhaus eingeliefert werden und schwebten zwischenzeitlich in Lebensgefahr. Die Frau fiel sogar ins Koma. Beide überlebten.

Der Mann gab sich laut Staatsanwaltschaft zunächst als sorgender Ehemann und Vater, floh aber dann nach Frankreich. Seit Januar 2025 sitzt er in Untersuchungshaft. Motiv war laut Anklage eine Frau, die der Angeklagte 2022 im Internet kennengelernt hatte und mit der er zusammenleben wollte.

Die Staatsanwaltschaft beantragte eine Freiheitsstrafe von zwölf Jahren und neun Monaten, wie der Gerichtssprecher mitteilte. Die Verteidigung plädierte auf eine Freiheitsstrafe von unter zehn Jahren.

(B.Izyumov--DTZ)

Empfohlen

USA wollen Hinrichtung von Attentäter durch Erschießungskommando live übertragen

Die USA wollen die Hinrichtung des zum Tode verurteilten Amokläufers Nidal Hasan live übertragen. US-Verteidigungsminister Pete Hegseth sagte in einem am Donnerstag veröffentlichten Videointerview, Hasan bekomme "ein Erschießungskommando mit Soldaten (...), und wir werden dafür sorgen, dass die Leute zusehen können, dass es öffentlich ist". Ein Pentagon-Mitarbeiter sagte auf Anfrage, die Hinrichtung am 3. Dezember solle "live übertragen" werden.

Bayern: Mann bei behördlicher Waffenkontrolle in Wohnhaus erschossen

Bei einer behördlichen Waffenkontrolle hat ein Mann am Donnerstag in einem Wohnhaus im bayerischen Berngau in der Oberpfalz einen Mensch erschossen. Das männliche Opfer sei vor dem Haus geborgen worden, in dem sich der Verdächtige weiter verschanze, teilte die Polizei in Regensburg mit. Ein weiterer Mensch wurde nach früheren Polizeiangaben schwer verletzt.

Bayern: Zwei Schwerverletzte durch Schüsse in Oberpfalz - Täter lokalisiert

Im bayerischen Berngau in der Oberpfalz sind am Donnerstag zwei Menschen durch Schüsse schwer verletzt worden. Nach einer dreistündigen unklaren Lage konnte der mutmaßliche Täter in einem Wohnhaus lokalisiert werden, wie die Polizei in Regensburg mitteilte. Das Wohnhaus wurde demnach von Polizisten umstellt.

Nach fehlgeschlagener Hinrichtung: Christa Pike kann wieder gehen

Die US-Todeskandidatin Christa Pike kann gut eine Woche nach ihrer fehlgeschlagenen Hinrichtung wieder gehen. Sie sei auf den Beinen und laufe in ihrem Krankenhauszimmer herum, sagte ihr Anwalt Stephen Ferrell am Donnerstag der BBC unter Berufung auf Kollegen, die mit Pike Kontakt hatten. Sie sei aber noch "etwas benommen" und vergesse gelegentlich, wohin sie eigentlich wolle.

Textgröße ändern: