Deutsche Tageszeitung - Gewaltiger Feuerball: Blue-Origin-Rakete explodiert bei Test auf der Startrampe

Gewaltiger Feuerball: Blue-Origin-Rakete explodiert bei Test auf der Startrampe


Gewaltiger Feuerball: Blue-Origin-Rakete explodiert bei Test auf der Startrampe

Massiver Rückschlag für das Raumfahrtunternehmen von US-Milliardär Jeff Bezos: Eine Rakete von Blue Origin ist bei einem Test auf der Startrampe explodiert. Auf einem Video des Vorfalls war am Donnerstag zu sehen, wie auf dem Raumfahrtstützpunkt Cape Canaveral im Bundesstaat Florida zunächst Rauch unter der 98 Meter hohen Rakete aufsteigt - und diese dann in einem gewaltigen Feuerball explodiert. Bei dem Vorfall wurde nach Behördenangaben niemand verletzt.

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"Es ist ein sehr harter Tag", erklärte Bezos im Onlinedienst X nach der Explosion. "Es ist noch zu früh, um die Ursache zu kennen. Aber wir arbeiten bereits daran, sie zu ermitteln." Von Seiten seines Unternehmens hieß es zu dem Test der New-Glenn-Rakete nur knapp: "Wir haben während des Zündungstests eine Anomalie festgestellt." Zudem versicherte Blue Origin, dass von dem beteiligten Team niemand vermisst werde.

"Ich bin dankbar, dass keine Verletzungen gemeldet wurden", erklärte Floridas Kongressabgeordneter Mike Haridopolos, in dessen Wahlkreis Cape Canaveral liegt. Er habe bereits mit dem Chef der US-Raumfahrtbehörde Nasa, Jared Isaacman, wegen der Explosion Kontakt gehabt.

Isaacman schrieb seinerseits auf X: "Die Raumfahrt ist unerbittlich, und die Entwicklung neuer Trägerraketen mit hoher Nutzlastkapazität ist außerordentlich schwierig." Die Nasa werde nun mit allen Beteiligten zusammenarbeiten, "um eine gründliche Untersuchung dieser Anomalie zu unterstützen, die kurzfristigen Auswirkungen auf Missionen zu bewerten und wieder Raketen zu starten".

Die New-Glenn-Rakete spielt eine zentrale Rolle bei den Raumfahrtambitionen von Jeff Bezos. Blue Origin konkurriert mit dem SpaceX-Unternehmen von Elon Musk unter anderem als Dienstleister für die Nasa bei ihrem Mondfahrt-Programm Artemis. Beide Firmen wurden von der US-Raumfahrtagentur etwa mit der Entwicklung von Mondlandefähren beauftragt.

Musk äußerte auf X seine Anteilnahme für den Konkurrenten und nannte die Explosion der New-Glenn-Rakete "höchst bedauerlich". Für die bemannte Mission Artemis 2, bei der vier Astronauten Anfang April den Mond umrundeten, war eine SLS-Trägerrakete seines SpaceX-Unternehmens genutzt worden.

Eine erneute Mondlandung gut ein halbes Jahrhundert nach den Apollo-Missionen der Nasa ist für 2028 geplant. Damit wollen die USA ihrem Konkurrenten China zuvorkommen.

(W.Uljanov--DTZ)

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