Deutsche Tageszeitung - Weinstein in Gefängnis außerhalb von New York City verlegt

Weinstein in Gefängnis außerhalb von New York City verlegt


Weinstein in Gefängnis außerhalb von New York City verlegt
Weinstein in Gefängnis außerhalb von New York City verlegt / Foto: ©

Der wegen Sexualverbrechen zu 23 Jahren Haft verurteilte Ex-Hollywood-Produzent Harvey Weinstein ist in ein Gefängnis außerhalb von New York City verlegt worden. Weinstein wurde am Mittwoch von der New Yorker Haftanstalt Rikers Island in das Hochsicherheitsgefängnis Wende Correctional Facility gebracht, wie die Gefängnisbehörden erklärten. Die Justizvollzugsanstalt liegt im Nordwesten des Bundesstaates New York nahe der Stadt Buffalo, rund 550 Kilometer von Manhattan entfernt.

Textgröße ändern:

Weinstein, der am Donnerstag 68 Jahre alt wird, soll dort aber voraussichtlich nicht dauerhaft untergebracht werden. Vielmehr soll er zunächst medizinisch und psychologisch untersucht werden, bevor entschieden wird, wo er seine Haftstrafe absitzen muss. Weinsteins Sprecher hatte am Mittwoch zunächst ein falsches Gefängnis genannt.

Der einstige Hollywood-Mogul war vor einer Woche wegen Vergewaltigung in einem minder schweren Fall und schwerer sexueller Nötigung zu 23 Jahren Haft verurteilt worden. Ein New Yorker Geschworenengericht hatte den Gründer des Miramax-Filmstudios zuvor schuldig gesprochen, eine Frau vergewaltigt und einer anderen Frau Oralsex aufgezwungen zu haben.

Weinstein hat die Vorwürfe stets zurückgewiesen und spricht von einvernehmlichen sexuellen Beziehungen. Seine Anwälte fechten seine Verurteilung an.

Mehr als 80 Frauen, darunter bekannte Schauspielerinnen wie Angelina Jolie, Salma Hayek und Gwyneth Paltrow, haben dem "Pulp Fiction"-Produzenten sexuelle Belästigung und Gewalt vorgeworfen. Das Bekanntwerden der Vorwürfe gegen Weinstein löste im Herbst 2017 die weltweite #MeToo-Bewegung gegen sexuelle Übergriffe und Gewalt gegen Frauen aus.

(Y.Leyard--DTZ)

Empfohlen

Attacke nach Granatenwurf auf Friedhof: Weiterer Mann in Stuttgart verurteilt

Nach einem Handgranatenwurf im Zusammenhang mit einem seit rund zwei Jahren andauernden Bandenkrieg hat das Landgericht Stuttgart einen Mann zu fünf Jahren Haft wegen versuchten Totschlags und gefährlicher Körperverletzung verurteilt. Einem Gerichtssprecher zufolge sah es die zuständige Kammer am Donnerstag als erwiesen an, dass er den zu einer verfeindeten Gruppierung gehörenden Werfer der Granate im Juni vergangenen Jahres attackiert und gemeinsam mit weiteren Männern schwer verletzt hatte.

34-Jähriger ertränkte Bekannten im Berliner Fluss Wuhle - zehnjährige Haftstrafe

Wegen der Tötung eines Bekannten ist ein 34-jähriger Mann in Berlin zu einer Freiheitsstrafe von zehn Jahren verurteilt worden. Damit blieb das Landgericht um ein Jahr unter der Forderung der Staatsanwaltschaft, wie eine Gerichtssprecherin am Donnerstag mitteilte. Die Verteidigung hatte eine Freiheitsstrafe von vier Jahren und sieben Monaten gefordert.

Lange Haftstrafen für Männer nach Millionendiebstahl aus Schließfach in Berlin

Nach einem spektakulären Diebstahl von Schmuck, Uhren und Bargeld in Millionenhöhe aus einer Schließfachanlage in Berlin müssen die Täter für mehrere Jahre in Haft. Das Landgericht Berlin verurteilte die Männer am Donnerstag zu Freiheitsstrafen zwischen dreieinhalb und acht Jahren. Sie hätten durch die Tat vor eineinhalb Jahren nicht nur wirtschaftlichen, sondern auch immateriellen Schaden etwa durch den Diebstahl von Familienschmuckstücken verursacht, sagte der Vorsitzende Richter Michael Mattern in seiner Urteilsbegründung.

International gesuchter Totschläger an Frankfurter Flughafen festgenommen

Die Bundespolizei hat am Flughafen in Frankfurt am Main einen international gesuchten mutmaßlichen Totschläger festgenommen. Er soll für einen Totschlag in Südkorea verantwortlich gewesen sein, wie die Beamten am Donnerstag mitteilten. Seit 2020 war er mit einem internationalen Haftbefehl gesucht worden.

Textgröße ändern: