Deutsche Tageszeitung - Herzstörungen nach Einnahme von "Corona-Mittel" in Frankreich

Herzstörungen nach Einnahme von "Corona-Mittel" in Frankreich


Herzstörungen nach Einnahme von "Corona-Mittel" in Frankreich
Herzstörungen nach Einnahme von "Corona-Mittel" in Frankreich / Foto: ©

In Frankreich haben mehrere Menschen gefährliche Herzrhythmusstörungen bekommen, nachdem sie ohne ärztliche Aufsicht ein angebliches Mittel gegen das Coronavirus eingenommen hatten. In einigen Fällen sei sogar die Einweisung auf eine Intensivstation nötig gewesen, erklärte die regionale Gesundheitsbehörde in Bordeaux am Sonntagabend. Die Menschen hatten den Wirkstoff Hydroxychloroquin eingenommen.

Textgröße ändern:

Das Mittel wird eigentlich gegen Malaria eingesetzt. Er dürfe "in keinem Fall zur Selbstmedikation eingenommen werden", sondern allenfalls unter Aufsicht eines Arztes, warnte die Gesundheitsbehörde. Sie verwies auf die starken Nebenwirkungen des Mittels, zu denen neben Herzrhythmusstörungen unter anderem auch neurologische Probleme gehören. Eine Überdosis kann tödlich sein.

Hydroxychloroquin und der verwandte Wirkstoff Chloroquin gehören zu den Mitteln, die derzeit in mehreren europäischen Ländern gegen das Coronavirus getestet werden. Ein wissenschaftlicher Nachweis einer Wirksamkeit im Kampf gegen die durch das Virus ausgelöste Lungenkrankheit Covid-19 steht jedoch aus.

(A.Stefanowych--DTZ)

Empfohlen

Durchsuchungen wegen rechtsextremer Chats in Berlin

Wegen rechtsextremer Chats haben Ermittler am Mittwoch in Berlin die Wohnungen von zwei Personen durchsucht. Dem 50-Jährigen und der 55-Jährigen werden Volksverhetzung und das Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen vorgeworfen, wie Polizei und Staatsanwaltschaft mitteilten. Zwischen Oktober 2022 und April 2023 sollen sie Mitglieder einer rechten Telegram-Chatgruppe namens "National ist die Wahl" gewesen sein.

Bus fährt in Bayern gegen Hauswand - zwölf Verletzte

Im bayerischen Herzogenaurach ist ein Linienbus gegen eine Hauswand gefahren. Bei dem Unfall am Mittwoch wurden zwölf Menschen verletzt, wie die Polizei in Nürnberg mitteilte. Die Unfallursache war zunächst unklar.

Messerangriff von München: Tatverdächtiger vorläufig in psychiatrischer Klinik

Nach einem Messerangriff in München mit zwei Verletzten soll der Tatverdächtige vorläufig in einem psychiatrischen Krankenhaus untergebracht werden. Die Generalstaatsanwaltschaft übernahm die Ermittlungen gegen den 40-Jährigen, wie sie am Mittwoch mitteilte. Er soll im Stadtteil Pasing zwei Männer mit Stichen in den Oberkörper und den Hals verletzt haben.

Cannabisplantage in Einfamilienhaus in niedersächsischem Lemwerder entdeckt

Nach Hinweisen aus der Bevölkerung hat die Polizei in einem Einfamilienhaus im niedersächsischen Lemwerder eine Cannabisplantage mit etwa 700 Pflanzen entdeckt. Vier Verdächtige seien bei der Razzia am Dienstag auf dem Grundstück Gebäude angetroffen und festgenommen worden, teilten die Ermittler am Mittwoch in Delmenhorst mit.

Textgröße ändern: