Deutsche Tageszeitung - Online-Händler für Fetischisten spendet OP-Kleidung an Krankenhaus

Online-Händler für Fetischisten spendet OP-Kleidung an Krankenhaus


Online-Händler für Fetischisten spendet OP-Kleidung an Krankenhaus
Online-Händler für Fetischisten spendet OP-Kleidung an Krankenhaus / Foto: ©

Ein britischer Online-Händler für Fetischisten hat in der Corona-Krise seinen kompletten Lagerbestand an OP-Kleidung an ein Krankenhaus gespendet. "Wir sind die ganze Woche lang von Vertretern der Beschaffungsabteilung des nationalen Gesundheitsdiensts NHS auf der Suche nach Schutzausrüstung und -Kleidung kontaktiert worden", berichtete das Unternehmen MedFet UK am Montag im Internetdienst Twitter. "Heute haben wir unseren gesamten Vorrat an Wegwerf-OP-Kitteln einem NHS-Krankenhaus gespendet."

Textgröße ändern:

MedFet UK, das sich selbst als Online-Händler für "sämtliches Nadelspiel- und Medizin-Fetisch-Zubehör" beschreibt, räumte ein, es habe sich lediglich um "ein paar Sets" von OP-Ausrüstung gehandelt, "aber sie waren verzweifelt, also haben wir die Sachen gebührenfrei verschickt".

Der Mangel an Schutzausrüstung wie Masken und Schutzkitteln in den Krankenhäusern ist in Großbritannien in der Corona-Krise zum Politikum geworden. Viele Mediziner werfen der Regierung vor, wegen jahrelanger Sparmaßnahmen fehle es in den Einrichtungen des NHS selbst an grundlegendster Ausrüstung.

(A.Stefanowych--DTZ)

Empfohlen

300 Meter tief in den Tod gestürzt: Bergsteiger auf Zugspitze tödlich verunglückt

Beim Klettern auf der Zugspitze ist ein Bergsteiger verunglückt und 300 Meter tief in den Tod gestürzt. Der 43-Jährige aus dem Landkreis Fürstenfeldbruck sei "in senkrechtem Felsgelände" abgestürzt und habe sich sofort tödliche Verletzungen zugezogen, teilte das Polizeipräsidium Oberbayern Süd am Samstag mit. Gemeinsam mit einem anderen Bergsteiger war der Verunglückte demnach am Freitagnachmittag auf dem sogenannten Jubiläumsgrat unterwegs - einem besonders schwierigen Klettersteig an Deutschlands höchstem Berg.

Bund legt im Rechtsstreit um Maskenlieferungen Beschwerde ein

Im Rechtsstreit mit einem Lieferanten um die Bestellung von Corona-Schutzmasken legt die Bundesregierung Beschwerde gegen die Verurteilung durch das Oberlandesgericht Köln ein. Die Entscheidung wolle der Bund durch den Bundesgerichtshof letztinstanzlich überprüfen lassen, teilte das Gesundheitsministerium am Samstag mit. Das Gericht in Köln hatte den Bund zur Zahlung von rund 85,6 Millionen Euro verurteilt.

Studentenproteste in Bangladesch: Regierung schickt Armee auf die Straßen

Die Auseinandersetzungen zwischen protestierenden Studenten und Sicherheitskräften sind in Bangladesch weiter eskaliert. Wie ein AFP-Reporter berichtete, schoss die Polizei in der Hauptstadt Dhaka am Samstag auf Demonstranten, dabei wurde mindestens ein Mensch verletzt. Die Demonstration fand trotz einer seit Mitternacht geltenden Ausgangssperre statt. Zudem schickte die Regierung massiv die Armee auf die Straßen.

Nach IT-Panne: Betrieb am Flughafen BER wieder weitgehend normal

Einen Tag nach den massiven Störungen infolge einer IT-Panne läuft der Betrieb am Flughafen Berlin-Brandenburg (BER) wieder weitgehend normal. Die Systeme funktionierten "unterbrechungsfrei und reibungslos", teilte ein Flughafensprecher am Samstag der Nachrichtenagentur AFP mit. Einige Reisende könnten aber durch "Nachwehen der Störungen bei den Fluggesellschaften" noch nicht das Selbst-Check-In nutzen. Für diese Fälle stünden die Schalter der Fluggesellschaften zur Verfügung.

Textgröße ändern: