Deutsche Tageszeitung - Roboter statt Ärzte - Italien setzt in Pandemie verstärkt auf Technik

Roboter statt Ärzte - Italien setzt in Pandemie verstärkt auf Technik


Roboter statt Ärzte - Italien setzt in Pandemie verstärkt auf Technik
Roboter statt Ärzte - Italien setzt in Pandemie verstärkt auf Technik / Foto: ©

Um sich selbst vor einer Corona-Infektion zu schützen, setzen Ärzte und Pflegepersonal im von der Pandemie schwer getroffenen Norden Italiens nun verstärkt auf den Einsatz von Robotern. Die Maschinen, die entfernt an die Statur eines Menschen erinnern, können etwa den Puls der hochansteckenden Patienten messen - die Ergebnisse auf den Bildschirmen erlauben es den Medizinern, sich selbst aus den Patientenzimmern fernzuhalten und die wichtige Daten in einem separaten Raum abzulesen.

Textgröße ändern:

"Roboter sind unermüdliche Assistenten, die sich nicht anstecken und nicht krank werden können", sagte der Chef der Intensivstation im Circolo-Krankenhaus im norditalienischen Varese, Francesco Dentali. "Ärzte und Krankenschwestern sind durch das Virus schwer getroffen worden - die Tatsache, dass die Roboter sich nicht infizieren können, ist eine große Errungenschaft."

Einige der Roboter sind weiß und haben Bildschirme und Sensoren anstatt eines menschlichen Kopfes. Andere sind einfacher gebaut und erinnern ein wenig an einen schwarzen Besenstiel auf Rädern.

Nach Angaben der italienischen Ärztevereinigung vom Freitag sind während der Pandemie bereits mindestens 70 Ärzte und Pflegekräfte in dem Land gestorben. Es wird vermutet, dass die Mehrheit von ihnen noch am Leben wäre, wenn sie sich besser hätten schützen können.

In Italien sind bereits knapp 14.700 Menschen an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben - so viele wie in keinem anderen Land der Welt. Ärzte bezweifeln die offiziellen Zahlen aber und gehen davon aus, dass die tatsächliche Zahl der Toten in der Lombardei doppelt so hoch sein könnte.

(N.Loginovsky--DTZ)

Empfohlen

Lebenslange Haft für Mord in Obdachlosenunterkunft in Baden-Württemberg

Das Landgericht Ulm hat einen 24-Jährigen wegen Mordes in einer Obdachlosenunterkunft zu lebenslanger Haft verurteilt. Dies teilte eine Gerichtssprecherin am Dienstagabend mit. Die Kammer sah es als erwiesen an, dass sich der Mann am 1. September in der Unterkunft in Göppingen gewaltsam Zutritt zu einem Zimmer verschaffte und das Opfer überraschte.

Nach tödlichen Schüssen von 15-Jährigem in Offenburg Verurteilung wegen Mordes

Nach den tödlichen Schüssen an einer Schule im baden-württembergischen Offenburg hat das dortige Landgericht den zur Tatzeit 15 Jahre alten Todesschützen wegen Mordes und versuchter schwerer Brandstiftung verurteilt. Er erhielt eine Jugendstrafe von acht Jahren und neun Monaten, wie eine Gerichtssprecherin am Dienstag im Anschluss an den unter Ausschluss der Öffentlichkeit geführten Prozess mitteilte. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Terrorvorwürfe: Londoner Gericht verurteilt islamistischen Prediger Choudary

Ein britisches Gericht hat den islamistischen Prediger Anjem Choudary wegen der Führung einer Terrorgruppe verurteilt. Der 57-Jährige habe zwischenzeitlich die Al-Muhadschirun-Gruppe (ALM) angeführt, die für mehrere Terrorangriffe in England verantwortlich gemacht wird, urteilte die Jury an dem Londoner Gericht am Dienstag. Das Strafmaß wird am 30. Juni bekanntgegeben. Choudary droht eine lebenslange Haftstrafe.

Zwei Verletzte bei Messerangriff in München - Täter gefasst

Bei einem Messerangriff in München sind am Dienstag zwei Menschen verletzt worden. Der mutmaßliche Täter habe innerhalb weniger Minuten gefasst werden können, sagte ein Polizeisprecher. Die beiden Verletzten seien ins Krankenhaus gekommen.

Textgröße ändern: