Deutsche Tageszeitung - Paul-Ehrlich-Institut rechnet weiter frühestens in kommendem Jahr mit Corona-Impfstoff

Paul-Ehrlich-Institut rechnet weiter frühestens in kommendem Jahr mit Corona-Impfstoff


Paul-Ehrlich-Institut rechnet weiter frühestens in kommendem Jahr mit Corona-Impfstoff
Paul-Ehrlich-Institut rechnet weiter frühestens in kommendem Jahr mit Corona-Impfstoff / Foto: ©

Nach der ersten Zulassung eines klinischen Tests mit einem möglichen Covid-19-Impfstoff in Deutschland rechnet der Präsident des Paul-Ehrlich-Instituts, Klaus Cichutek, weiterhin nicht vor dem kommenden Jahr mit einem Impfstoff. "Wichtig für uns ist, der Impfstoff muss wirksam und verträglich sein - das ist das oberste Ziel", bekräftigte Cichutek am Donnerstag im Bayerischen Rundfunk.

Textgröße ändern:

Es sei davon auszugehen, "dass wir zu dieser ersten klinischen Prüfung innerhalb von drei Monaten erste Ergebnisse bekommen". Dann werde darüber entschieden, "wie gut die Datenbasis ist, um an eine Zulassung zu denken oder nicht", sagte Cichutek. Das bundeseigene Paul-Ehrlich-Institut hatte dem Biotechnologieunternehmen BioNTech aus Mainz grünes Licht gegeben, um Impfstoffkandidaten gegen die durch das neuartige Coronavirus ausgelöste Lungenkrankheit Covid-19 an rund 200 Teilnehmern zu testen.

Bei dieser Prüfung werden erste Daten darüber gesammelt, ob diese verträglich sind und die erhoffte Immunantwort auslösen. Sollten die ersten Beobachtungen aus diesen Tests positiv ausfallen, könnten womöglich noch in diesem Jahr größere klinische Prüfungen mit tausenden oder zehntausenden Teilnehmern starten.

(O.Tatarinov--DTZ)

Empfohlen

Auffahrunfall von zwei Straßenbahnen in Augsburg mit drei Schwerverletzten

Bei einem Auffahrunfall von zwei Straßenbahnen sind am Montag in Augsburg 20 Menschen verletzt worden. Drei Menschen wurden schwer verletzt, wie das Polizeipräsidium Schwaben Nord mitteilte. Insgesamt seien sechs Verletzte zur weiteren Untersuchung oder Behandlung ins Krankenhaus eingeliefert worden. Die 20 Verletzten seien zwischen 14 und 78 Jahre alt.

US-russische Journalistin Kurmasheva zu sechseinhalb Jahren Haft verurteilt

Ein Gericht in Russland hat die US-russische Journalistin Alsu Kurmasheva wegen der angeblichen Verbreitung von Falschinformationen zu mehr als sechs Jahren Gefängnis verurteilt. "Alsu Kurmasheva wurde am Freitag verurteilt. Sechs Jahre und sechs Monate", sagte eine Sprecherin des Obersten Gerichts von Tatarstan am Montag der Nachrichtenagentur AFP.

OVG Berlin-Brandenburg: Ausbürgerung von russischem Autor zu Recht sofort vollziehbar

Die Ausbürgerung des russisch-ukrainischen Autors und früheren Mitarbeiters eines AfD-Bundestagsabgeordneten, Wladimir Sergijenko, ist zu Recht für sofort vollziehbar erklärt worden. Schon dass er bei der Einbürgerung nur die ukrainische und nicht die russische Nationalität angegeben habe, rechtfertige das, erklärte das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg am Montag. Außerdem sei aufgrund von Informationen des Bundesamts für Verfassungsschutz mit hoher Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass Sergijenko im russischen Auftrag zum Nachteil der Bundesrepublik handle.

Mann erschießt sechs Menschen in Altersheim in Kroatien

Bei einem Schusswaffenangriff in einem Altersheim im Osten Kroatiens hat ein Mann sechs Menschen getötet und mehrere weitere verletzt. Der Schütze habe am Montag in der Einrichtung in der Kleinstadt Daruvar das Feuer eröffnet, teilte die Polizei mit. Er sei bereits gefasst. Medienberichten zufolge handelte es sich um einen 51-jährigen Ex-Polizisten, der in dem Heim unter anderem seine Mutter getötet habe.

Textgröße ändern: