Deutsche Tageszeitung - Japanisches Meereszentrum sucht Videochat-Partner für vereinsamte Aale

Japanisches Meereszentrum sucht Videochat-Partner für vereinsamte Aale


Japanisches Meereszentrum sucht Videochat-Partner für vereinsamte Aale
Japanisches Meereszentrum sucht Videochat-Partner für vereinsamte Aale / Foto: ©

Ein japanisches Meereszentrum sucht Videochat-Partner für seine während der Corona-Pandemie vereinsamten Aale. "Die Tiere im Aquarium sehen keine Menschen mehr außer den Pflegern und fangen an, die Menschen zu vergessen", schlug das Sumida-Aquarium in Tokio im Online-Dienst Twitter Alarm. Die "beispiellose Situation" habe unerwartete Nachteile, da sich einige Aale im Sand vor den Pflegern versteckten, was die medizinische Versorgung der Tiere erschwere.

Textgröße ändern:

Das Meereszentrum rief daher im Internet dazu auf, den Fischen per Videochat Gesellschaft zu leisten, damit sie sich wieder an die Anwesenheit von Menschen gewöhnen. "Könnten Sie unseren Gartenaalen von zu Hause aus Ihr Gesicht zeigen?", hieß es in dem Aufruf. Die Veranstalter tauften die Aktion ein "Festival des Gesichter-Zeigens", das von Sonntag bis Dienstag stattfinden soll.

Dafür sollen vor dem Aquarium mehrere Tablets positioniert werden, auf denen sich die virtuellen Meereszoo-Besucher per Videochat einwählen können. Sobald die Videoanrufe beginnen, sollen die Menschen ihr Gesicht in die Kamera zeigen, winken und mit den Aalen sprechen. Aufgrund der scheuen Art der Tiere wurden die Anrufer jedoch gebeten, keine lauten Rufe auszustoßen.

Unter dem Hashtag #PleaseRememberHumans fanden sich bereits zahlreiche Twitter-Nutzer, die begeistert waren und ihre Teilnahme zusagten. Das Aquarium, das im Wahrzeichen von Tokio, dem Tokyo Skytree-Turm, untergebracht ist, war im Zuge der Corona-Pandemie Anfang März geschlossen worden.

(A.Stefanowych--DTZ)

Empfohlen

Nach tödlichen Schüssen von 15-Jährigem in Offenburg Verurteilung wegen Mordes

Nach den tödlichen Schüssen an einer Schule im baden-württembergischen Offenburg hat das dortige Landgericht den zur Tatzeit 15 Jahre alten Todesschützen wegen Mordes und versuchter schwerer Brandstiftung verurteilt. Er erhielt eine Jugendstrafe von acht Jahren und neun Monaten, wie eine Gerichtssprecherin am Dienstag im Anschluss an den unter Ausschluss der Öffentlichkeit geführten Prozess mitteilte. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Terrorvorwürfe: Londoner Gericht verurteilt islamistischen Prediger Choudary

Ein britisches Gericht hat den islamistischen Prediger Anjem Choudary wegen der Führung einer Terrorgruppe verurteilt. Der 57-Jährige habe zwischenzeitlich die Al-Muhadschirun-Gruppe (ALM) angeführt, die für mehrere Terrorangriffe in England verantwortlich gemacht wird, urteilte die Jury an dem Londoner Gericht am Dienstag. Das Strafmaß wird am 30. Juni bekanntgegeben. Choudary droht eine lebenslange Haftstrafe.

Zwei Verletzte bei Messerangriff in München - Täter gefasst

Bei einem Messerangriff in München sind am Dienstag zwei Menschen verletzt worden. Der mutmaßliche Täter habe innerhalb weniger Minuten gefasst werden können, sagte ein Polizeisprecher. Die beiden Verletzten seien ins Krankenhaus gekommen.

Diebstahl von Lieferwagen: Paketbote springt auf Motorhaube und wird mitgeschleift

Mit einem Sprung auf die Motorhaube hat ein Paketbote in Düsseldorf einen Dieb seines Lieferwagens an der Flucht hindern wollen. Wie die Polizei in der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt am Dienstag mitteilte, schleifte der unbekannte Fahrer den Paketboten mehrere hundert Meter mit, bis er auf einen Linienbus auffuhr. Durch den Aufprall wurde der Paketbote von der Motorhaube geschleudert und schwer verletzt. Der Täter entkam mit der Beute.

Textgröße ändern: