Deutsche Tageszeitung - Großbritannien meldet 315 neue Corona-Todesfälle

Großbritannien meldet 315 neue Corona-Todesfälle


Großbritannien meldet 315 neue Corona-Todesfälle
Großbritannien meldet 315 neue Corona-Todesfälle / Foto: ©

In Großbritannien sind binnen 24 Stunden weitere 315 Menschen an den Folgen ihrer Infektion mit dem Coronavirus gestorben. Das teilte der Staatssekretär für Kabinettsangelegenheiten, Michael Gove, am Sonntag mit. Verglichen zu den 621 neuen Todesfällen am Vortag ist dies zwar ein deutlicher Rückgang, doch am Wochenende verzögern sich oftmals die Meldungen zu den Opferzahlen.

Textgröße ändern:

Mit nunmehr insgesamt 28.446 Toten liegt Großbritannien nur noch knapp hinter Italien, dem am schwersten von der Pandemie betroffenen Land in Europa. Die Zahl der Infektionen in Großbritannien stieg am Sonntag um weitere 4339 Fälle auf nun insgesamt 186.599. Dennoch geht die britische Regierung davon aus, dass der Höhepunkt der Corona-Krise überwunden ist.

Nach Angaben Goves denkt die Regierung bereits über eine schrittweise Lockerung der Corona-Beschränkungen nach. Den genauen Fahrplan will Premierminister Boris Johnson in der kommenden Woche vorstellen.

Gove kündigte jedoch an, die Lockerungen könnten nach jeder neuen Etappe wieder zurückgenommen werden, sollte es im Kampf gegen das Virus Rückschritte geben. Eine Rückkehr zur "alten Normalität" werde es noch lange nicht geben, sagte Gove. Er denke, bis ein Impfstoff gefunden sei, werden die Briten noch mit einigen Einschränkungen leben müssen.

(Y.Ignatiev--DTZ)

Empfohlen

Polizei nimmt nach Leichenfund auf Parkplatz in Sachsen Tatverdächtigen fest

Nach dem Fund der Leiche eines mutmaßlich gewaltsam getöteten Mannes auf einem öffentlichen Parkplatz im sächsischen Schönau-Berzdorf hat die Polizei einen Tatverdächtigen festgenommen. Wie die Polizei in der Nacht zu Samstag erklärte, wurde der Mann in Görlitz festgenommen, die Staatsanwaltschaft wollte demnach einen Haftantrag stellen.

New Yorker Richter: Neuer Prozess gegen Weinstein beginnt am 12. November

Nach der aufsehenerregenden Aufhebung des New Yorker Vergewaltigungsurteils gegen Harvey Weinstein soll dem früheren Film-Mogul ab dem 12. November erneut der Prozess gemacht werden. Der zuständige Richter Curtis Farber legte am Freitag in einem Gericht in Manhattan das Datum als vorläufigen Starttermin für die Wiederaufnahme des Prozesses fest. Farber erklärte, er sei bereit, den Prozessbeginn wie von der Verteidigung gefordert vorzuverlegen.

UN-Gericht stuft Israels Besatzung von Palästinensergebieten als unrechtmäßig ein

Der Internationale Gerichtshof (IGH) in Den Haag hat die seit Jahrzehnten andauernde israelische Besatzungspolitik in den Palästinensergebieten als unrechtmäßig eingestuft. Das UN-Gericht habe festgestellt, "dass Israels anhaltende Präsenz in den palästinensischen Gebieten unrechtmäßig ist", erklärte Richter Nawaf Salam am Freitag. Israel müsse die Besatzung "so schnell wie möglich beenden". Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu sprach von einer "Lügen-Entscheidung" - die Palästinenser feierten dagegen die Entscheidung.

Menschenrechtsgruppe: Deutscher in Belarus wegen "Terrorismus" zum Tode verurteilt

Ein deutscher Staatsbürger ist nach Angaben einer Menschenrechtsorganisation in Belarus zum Tode verurteilt worden. Wie die belarussische Organisation Wjasna am Freitag mitteilte, wurde der 30-Jährige bereits am 24. Juni wegen mehrerer Straftaten schuldig gesprochen, darunter "Terrorismus" und "Söldnertum". Aus dem Auswärtigen Amt hieß es, der Fall sei bekannt und die deutschen Behörden setzten sich "intensiv" für den Mann ein.

Textgröße ändern: