Deutsche Tageszeitung - Rückruf von Lebensmitteln: Listerien sind häufigste Ursache

Rückruf von Lebensmitteln: Listerien sind häufigste Ursache


Rückruf von Lebensmitteln: Listerien sind häufigste Ursache
Rückruf von Lebensmitteln: Listerien sind häufigste Ursache / Foto: © AFP/Archiv

Im Jahr 2025 sind über das Portal lebensmittelwarnung.de insgesamt 323 Rückrufe veröffentlicht worden, 13 Fälle mehr als im Vorjahr. Wie das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) am Donnerstag mitteilte, waren bei knapp einem Drittel der Rückrufe Krankheitserreger der Grund. Listerien waren demnach mit 43 Meldungen die häufigste Ursache, gefolgt von Salmonellen (27). Beide Bakterien können schwere Erkrankungen auslösen.

Textgröße ändern:

"In den Vorjahren lagen Salmonellen in der Liste der Krankheitserreger vorn, die zu Lebensmittelrückrufen geführt haben", erklärte BVL-Präsidentin Gaby-Fleur Böl. "Seit dem Jahr 2024 stehen nun Listerien an der Spitze dieser Liste."

Während gesunde Menschen eine Listerieninfektion nach BVL-Angaben "in der Regel nicht bemerken", können die Bakterien vor allem bei abwehrgeschwächten Menschen und bei Schwangeren zu schweren Krankheitsverläufen führen und sich auch im Kühlschrank weiter vermehren. Höhere Temperaturen wie beim Kochen, Frittieren oder Grillen töten die Bakterien ab.

Das Portal lebensmittelwarnung.de ist die offizielle Plattform, auf der die zuständigen Behörden der 16 Bundesländer und das BVL Informationen zu Produkten veröffentlichen, die möglicherweise gesundheitsgefährdend oder aus anderen Gründen für den Verzehr oder Gebrauch ungeeignet sind. Gründe für Rückrufe im vergangenen Jahr waren neben Krankheitserregern unter anderem auch Allergene und Fremdkörper. 90 Prozent der Rückrufe betrafen Lebensmittel; auf Bedarfsgegenstände wie Kleidung, Spielwaren oder Lebensmittelverpackungen entfielen rund 7,5 Prozent der Meldungen, auf kosmetische Mittel knapp 2,5 Prozent.

(L.Barsayjeva--DTZ)

Empfohlen

Anhaltende Wärme macht Deutschland zu schaffen - Zahl der Hitzetoten weiter gestiegen

Die anhaltende Hitze macht Mensch und Natur in Deutschland weiter zu schaffen. Während das Robert-Koch-Institut (RKI) am Donnerstag eine erneute Zunahme der Hitzetoten meldete, kämpfte die Feuerwehr vielerorts weiterhin gegen Wald- und Flächenbrände. Der Deutsche Tierschutzbund schlug Alarm und warnte vor Gefahren für Wildtiere durch ausgetrocknete Wasserstellen. Linderung ist zunächst nicht in Sicht: Laut Deutschem Wetterdienst (DWD) werden weiter teils ungewöhnlich hohe Temperaturen erwartet.

Mangel an Pflegeplätzen: Verband fordert "pflegepolitische Wende"

Angesichts drastisch gestiegener Eigenanteile und fehlender Pflegeplätze sieht der Arbeitgeberverband Pflege dringenden Handlungsbedarf. "Wir brauchen eine pflegepolitische Wende, sonst wird die Pflegekrise zur Gesellschaftskrise", erklärte Verbandspräsident Thomas Greiner am Donnerstag. "Pflege muss wieder günstiger werden, die Eigenanteile müssen runter und wir brauchen Pflegeplätze, Pflegeplätze, Pflegeplätze."

Barmer-Umfrage: Fast jeder Fünfte verschweigt etwas beim Arzt

Viele Menschen in Deutschland trauen sich einer Umfrage zufolge oft nicht, offen mit ihrem Arzt zu sprechen. 18 Prozent der befragten Erwachsenen gaben an, beim Arztbesuch schon einmal Probleme aus Scham, Peinlichkeit oder Misstrauen verschwiegen zu haben, wie aus einer Umfrage der Krankenkasse Barmer laut Mitteilung vom Mittwoch hervorging. Demnach sind besonders Frauen und jüngere Menschen betroffen.

Bereits mehr als 2000 Tote durch Ebola-Epidemie in der Demokratischen Republik Kongo

Die offizielle Zahl der Todesopfer durch die Ebola-Epidemie in der Demokratischen Republik Kongo ist auf mehr als 2000 gestiegen. Von den 4381 bestätigten Infektionsfällen seien 2011 tödlich ausgegangen, teilten die kongolesischen Behörden am Dienstag mit. Damit nähert sich die Opferzahl derjenigen des bislang schwersten Ebola-Ausbruchs im Land, bei dem in den Jahren 2018 bis 2020 fast 2300 Infizierte gestorben waren.

Textgröße ändern: