Deutsche Tageszeitung - Fotos von Nationalgardisten in US-Kapitol symbolisieren Ernst der Lage

Fotos von Nationalgardisten in US-Kapitol symbolisieren Ernst der Lage


Fotos von Nationalgardisten in US-Kapitol symbolisieren Ernst der Lage
Fotos von Nationalgardisten in US-Kapitol symbolisieren Ernst der Lage / Foto: ©

Schwerbewaffnete Nationalgardisten marschieren durch die Hallen der Demokratie - oder halten auf dem Boden ein Nickerchen: Fotos von Angehörigen der Nationalgarde im US-Kapitol haben die massiven Sicherheitsvorkehrungen nach der Erstürmung des Kongresses illustriert. Die Aufnahmen vom Mittwoch zeigen zahlreiche mit Sturmgewehren ausgerüstete Reservisten im Kampfanzug, die vor dem Amtsantritt des künftigen Präsidenten Joe Biden zum Schutz des Parlaments eingesetzt sind.

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Dutzende von ihnen liegen in den Hallen und Fluren des Kapitols und im direkt angeschlossenen Besucherzentrum auf dem Boden und ruhen sich aus. Eine Aufnahme zeigt, wie der Mehrheitsführer des Repräsentantenhauses, der Demokrat Steny Hoyer, an schlafenden oder auf ihrem Handy lesenden Nationalgardisten vorbeiläuft.

Hoyer war am Mittwoch einer der Wortführer der Demokraten in der Sitzung zur Einleitung eines Amtsenthebungsverfahrens gegen Präsident Donald Trump. Die Demokraten machen den abgewählten Staatschef für die Erstürmung des Kapitols durch einen Mob am Mittwoch vergangener Woche mitverantwortlich.

Trump hatte seine Anhänger in einer aufwieglerischen Rede zum Marsch auf den Kongress aufgerufen, um eine endgültige Bestätigung von Bidens Wahlsieg durch das Parlament zu verhindern. Bei der gewaltsamen Attacke wurde unter anderem ein Polizist getötet, eine Angreiferin wurde im Parlamentsgebäude erschossen. Insgesamt gab es fünf Tote.

Befürchtet wird neue Gewalt vor und während der Amtseinführung Bidens am kommenden Mittwoch. Deswegen werden drastische Sicherheitsvorkehrungen getroffen. Washingtons Polizeichef Robert Contee sagte am Mittwoch, rund 20.000 Nationalgardisten würden eingesetzt. Bislang war von rund 15.000 Reservisten die Rede gewesen. Die Behörden befürchten nicht nur Angriffe radikaler Trump-Anhänger in Washington, sondern in allen 50 Bundesstaaten.

(V.Korablyov--DTZ)

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