Deutsche Tageszeitung - Borrell nennt Sputnik V bei Moskau-Besuch "gute Nachricht für die Menschheit"

Borrell nennt Sputnik V bei Moskau-Besuch "gute Nachricht für die Menschheit"


Borrell nennt Sputnik V bei Moskau-Besuch "gute Nachricht für die Menschheit"
Borrell nennt Sputnik V bei Moskau-Besuch "gute Nachricht für die Menschheit" / Foto: ©

Bei seinem Besuch in Moskau hat der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell den russischen Corona-Impfstoff Sputnik V als "gute Nachricht für die Menschheit" bezeichnet. Er hoffe, dass die Europäische Arzneimittelbehörde EMA die Zulassung des Vakzins auch in der EU empfehlen werde, sagte Borrell bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem russischen Außenminister Sergej Lawrow am Freitag. Lawrow betonte, sein Land wünsche sich eine enge Zusammenarbeit mit der EU und den USA bei der Impfstoff-Produktion.

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Moskau sei bereits "in Kontakt" mit Washington über eine mögliche Zusammenarbeit im Impfstoff-Bereich, sagte Lawrow. Zudem hätten bereits mehrere EU-Mitgliedstaaten Interesse daran bekundet, das russische Corona-Vakzin "auf ihrem Staatsgebiet herzustellen".

Borrell betonte, es gebe zwischen Moskau und Brüssel "Themen, in denen wir zusammenarbeiten müssen". Beide Seiten hätten ihr Interesse daran bekräftigt, "die Gesprächskanäle zu bewahren und zu erweitern, einschließlich im Hinblick auf die Themen, in denen wir unterschiedliche Positionen haben", sagte Lawrow.

Zuvor hatte Borrell mit Blick auf den Fall des inhaftierten Kreml-Kritikers Alexej Nawalny von einem "Tiefpunkt" in den europäisch-russischen Beziehungen gesprochen. Am Dienstag hatte ein Moskauer Gericht entschieden, dass Nawalny wegen einer Bewährungsstrafe aus dem Jahr 2014 nun knapp drei Jahre in eine Strafkolonie muss. Zudem hat in dieser Woche ein weiteres Gerichtsverfahren gegen ihn begonnen.

Die Beziehungen zwischen der EU und Russland sind bereits seit der Annexion der Halbinsel Krim im Jahr 2014 stark belastet. Nach einem Giftanschlag auf Nawalny im August vergangenen Jahres verhängte die EU weitere Sanktionen gegen Moskau.

(U.Stolizkaya--DTZ)

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