Deutsche Tageszeitung - Acht Verletzte bei mutmaßlich "terroristischem" Stichwaffen-Angriff in Schweden

Acht Verletzte bei mutmaßlich "terroristischem" Stichwaffen-Angriff in Schweden


Acht Verletzte bei mutmaßlich "terroristischem" Stichwaffen-Angriff in Schweden
Acht Verletzte bei mutmaßlich "terroristischem" Stichwaffen-Angriff in Schweden / Foto: ©

In Schweden sind nach Polizeiangaben bei einem mutmaßlich "terroristischem Angriff" mit einer Stichwaffe acht Menschen verletzt worden, zwei davon schwer. Ein etwa 20 Jahre alter Verdächtiger sei nach dem Vorfall am Mittwoch in der südschwedischen Kommune Vetlanda festgenommen worden, teilten die Sicherheitskräfte mit. Der mutmaßliche Täter sei bei der Festnahme von Polizisten angeschossen und am Bein verletzt worden; er werde in einem Krankenhaus behandelt.

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Der Verdächtige habe an fünf verschiedenen Orten in der 12.000-Einwohner-Kommune angegriffen, erklärte die Polizei. Polizeisprecher Kristian Ljungberg sagte der Nachrichtenagentur AFP, der Mann habe eine "scharfe Waffe" bei sich gehabt. Dabei handelte es sich laut örtlichen Medien um ein Messer. Nach Behördenangaben war der Verdächtige bei der Polizei wegen geringfügiger Vergehen bereits aktenkundig. Er wohnte demnach in der Region; zur Staatsangehörigkeit äußerten sich die Behörden zunächst nicht.

In einer ersten Mitteilung zu dem Vorfall hatte die Polizei noch von "versuchtem Mord" gesprochen. Später änderten die Sicherheitskräfte die Einschätzung und gingen von einem möglichen "terroristischen Angriff" aus. Bei einer abendlichen Pressekonferenz sagte die örtliche Polizeichefin Malena Grann, dass einige Aspekte der Ermittlungen auf "mögliche terroristische Motivationen" hindeuteten. Weitere Angaben machte Grann aber nicht.

Schwedens Ministerpräsident Stefan Löfven verurteilte die "schreckliche Tat". "Wir werden auf diese abscheulichen Taten mit der kollektiven Kraft der Gesellschaft antworten." Sollten neue Maßnahmen zur Sicherheit nötig sein, werde die Regierung diese ergreifen.

Innenminister Mikael Damberg sprach von "schrecklichen Ereignissen". Zunächst seien der genaue Tathergang und die Motive jedoch unklar, sagte Damberg.

Die Sicherheitsdienste in Schweden halten die Terrorgefahr in dem skandinavischen Land für hoch. In den vergangenen Jahren hatte es bereits zwei Anschläge gegeben. 2017 raste ein Mann in Stockholm mit einem Lastwagen durch eine Einkaufsstraße und überfuhr Passanten. Fünf Menschen starben. Die Polizei nahm den 39-jährigen Täter fest, der mutmaßliche IS-Anhänger gestand die Tat. 2010 verübte ein Mann einen Selbstmordanschlag mit einer Bombe im Zentrum Stockholms, mehrere Menschen wurden dabei leicht verletzt.

(U.Beriyev--DTZ)

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