Deutsche Tageszeitung - Biden weist Kritik an seiner Einwanderungspolitik zurück

Biden weist Kritik an seiner Einwanderungspolitik zurück


Biden weist Kritik an seiner Einwanderungspolitik zurück
Biden weist Kritik an seiner Einwanderungspolitik zurück / Foto: ©

US-Präsident Joe Biden hat Kritik an seinem Umgang mit der wachsenden Zahl an Einwanderern an der Grenze zu Mexiko zurückgewiesen. Es handele sich um einen saisonalen Anstieg der Migrantenzahlen zwischen Januar und März, sagte Biden am Donnerstag in Washington bei seiner ersten Pressekonferenz seit seiner Amtsübernahme am 20. Januar. "Das passiert jedes Jahr."

Textgröße ändern:

In den ersten Monaten des Jahres könnten die Migranten aus Lateinamerika "mit der geringsten Wahrscheinlichkeit reisen, auf dem Weg wegen der Hitze in der Wüste zu sterben", führte Biden aus. Seine Regierung schicke aber abgesehen von unbegleiteten Minderjährigen alle Migranten ohne Einreiseberechtigung zurück über die Grenze.

Der Präsident verwies darauf, dass er seine Stellvertreterin Kamala Harris damit beauftragt habe, mit Ländern wie Guatemala und Honduras die Bekämpfung von Fluchtursachen zu verstärken. Diese reichten von Erdbeben und Überschwemmungen über einen Mangel an Lebensmitteln bis hin zu Bandenkriminalität.

Die illegale Einwanderung hat sich zu einer großen Herausforderung für den neuen US-Präsidenten entwickelt. Allein im Februar wurden mehr als 100.000 Migranten an der Grenze zu Mexiko abgefangen. Fast alle alleinreisenden Erwachsenen wurden ausgewiesen, mehr als 9000 unbegleidete Minderjährige sowie eine unbekannte Zahl von Familien mit kleinen Kindern durften jedoch ins Land. Laut Daten der US-Grenzschutzbehörde CBP dürfte die Zahl der einreisenden Migranten im März noch deutlich steigen.

Biden räumte ein, dass es auf die Einwanderung "keine einfache Antwort" gebe. Er könne Kinder "nicht verhungern lassen und auf der anderen Seite bleiben". "Keine andere Regierung hat das getan außer Trump", sagte der Präsident mit Blick auf seinen republikanischen Vorgänger Donald Trump.

Laut Biden können zudem viele illegal eingereiste Menschen nicht abgeschoben werden, weil Mexiko sich weigere, sie zurückzunehmen. Seine Regierung verhandele darüber derzeit mit dem Nachbarland. "Sie sollten alle zurückkehren", fügte Biden mit Blick auf die Migranten hinzu.

Die Republikaner werfen Biden vor, die Krise an der Grenze durch die Aufnahme aller unbegleiteten Minderjährigen verursacht zu haben. Der republikanische Senator Lindsey Graham kritisierte, Bidens Kurswechsel in der Einwanderungspolitik hätten "praktisch einen Menschen-Tsunami geschaffen".

(V.Korablyov--DTZ)

Empfohlen

Nach Flucht in USA: Bolsonaro bezeichnet sich als "gewählten" Präsidenten Brasiliens

Nach seiner Flucht in die USA hat sich der bei der Präsidentschaftswahl in Brasilien unterlegene Kandidat Flávio Bolsonaro zum Wahlsieger erklärt. "Ich bin der gewählte Präsident", erklärte Bolsonaro am Mittwoch in einer im Onlinedienst X veröffentlichten Stellungnahme. US-Präsident Donald Trump wollte sich derweil nicht in den Streit um das Wahlergebnis einmischen. Auch Bolsonaros Wahlkampfchef Rogério Marinho weigerte sich, die Vorwürfe des Wahlbetrugs zu bekräftigen.

Nach Flucht in USA: Bolsonaro bezeichnet sich als "echten Präsidenten" Brasiliens

Nach seiner Flucht in die USA hat sich der bei der Präsidentschaftswahl in Brasilien unterlegene Rechtspopulist Flávio Bolsonaro zum Wahlsieger erklärt. "Ich bin der gewählte Präsident, und die Kriminellen, die die Wahl in Brasilien gestohlen haben, sind Teil einer kriminellen Organisation, die eine Tyrannei errichtet hat", erklärte Bolsonaro am Mittwoch in einer auf X veröffentlichten Stellungnahme.

Bericht über Namenstrick: Trump fordert Ausschluss zweier Senatskandidaten in Alaska

Nach einem Bericht über einen mutmaßlichen Namenstrick der Demokraten bei der Senatswahl im US-Bundesstaat Alaska hat Präsident Donald Trump den Ausschluss zweier Kandidaten gefordert. Die demokratische Bewerberin Mary Peltola und ein Namensvetter des republikanischen Senators Dan Sullivan müssten von den Stimmzetteln gestrichen werden, schrieb Trump am Mittwoch auf seiner Plattform Truth Social.

"New York Times": US-Demokraten führen Alaskas Wähler mit Namenstrick in die Irre

Vor den US-Kongresswahlen sollen die Demokraten mit einem bizarren Trick im Bundesstaat Alaska Verwirrung gestiftet haben. Um die Wiederwahl des amtierenden republikanischen Senators Dan S. Sullivan zu verhindern, hätten sie einen Gegenkandidaten namens Dan J. Sullivan aufgestellt, berichtete die "New York Times" am Mittwoch. Dieser sollte als Unabhängiger antreten und dem "echten" Sullivan Wählerstimmen streitig machen.

Textgröße ändern: