Deutsche Tageszeitung - Baerbock: Notbremse bundesweit ziehen und Lockerungen zurücknehmen

Baerbock: Notbremse bundesweit ziehen und Lockerungen zurücknehmen


Baerbock: Notbremse bundesweit ziehen und Lockerungen zurücknehmen
Baerbock: Notbremse bundesweit ziehen und Lockerungen zurücknehmen / Foto: ©

Grünen-Chefin Annalena Baerbock hat ein bundesweit koordiniertes Vorgehen im Kampf gegen die dritte Corona-Infektionswelle gefordert. "Es darf jetzt kein Rumgeeiere geben", sagte Baerbock am Montag in Berlin. Alle Bundesländer müssten gemeinsam handeln, die vereinbarte "Notbremse" müsse deutschlandweit gelten. Das bedeute, dass Landkreise "nicht machen können, was sie wollen", betonte sie. "Wir sind jetzt in einer Situation, wo die Sicherheit in ganz Deutschland gefährdet ist."

Textgröße ändern:

Es brauche zudem "weitere, schärfere Maßnahmen", um diese Welle jetzt zu brechen. So solle nur noch dort in Präsenz gearbeitet werden, wo dies absolut notwendig sei. Wo das nicht möglich sei, müssten Tests Voraussetzung für den Besuch des Arbeitsortes sein, sagte Baerbock. Die Tests müssten regelmäßig vom Arbeitgeber angeboten werden.

Auch müssten die Pandemie-Bekämpfung und der Stufenplan "endlich in den Bundestag und den Bundesrat, um dieses Bund-Länder-Chaos" zu beenden. Als "allererstes" müssten Öffnungen wieder zurückgenommen werden, sagte die Grünen-Vorsitzende und nannte körpernahe Dienstleistungen und andere Geschäftsbereiche. Es zeige sich, dass die erhöhte Mobilität zum Anstieg der Infektionszahlen beitrage.

Baerbock bekräftigte zudem die Forderung nach einem permanent tagenden Krisenstab von Bund und Ländern. Der Bund habe "eine Gesamtverantwortung", betonte sie zugleich. Auch Kommunen und Länder seien in der Pflicht, "aber der Bund ist eben diese Ebene, die am besten koordinieren kann".

Bund und Länder hatten Anfang März eine sogenannte Notbremse beschlossen, die bei einer Sieben-Tage-Inzidenz von mehr als 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern greifen soll. Bei drei Tagen mit entsprechenden hohen Inzidenzwerten gelten wieder strengere Corona-Regeln. Diese Notbremse wird aber nicht überall umgesetzt.

(V.Sørensen--DTZ)

Empfohlen

Wahl-O-Mat zu Landtagswahl in Sachsen-Anhalt gestartet

Rund einen Monat vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt ist der sogenannte Wahl-O-Mat online gestartet. Nutzerinnen und Nutzer können ihre eigenen Positionen zu 38 politischen Thesen mit denen der 15 zur Wahl zugelassenen Parteien abgleichen. Das von der Bundeszentrale für politische Bildung entwickelte digitale Angebot soll Wahlberechtigten bei der Entscheidungsfindung helfen.

Bundesverfassungsgericht: Bundestag muss "zeitnah" über Wahleinsprüche entscheiden

Der Bundestag muss nach Auffassung des Bundesverfassungsgerichts "zeitnah" über Wahleinsprüche entscheiden. In einem am Donnerstag veröffentlichten Beschluss erklärten die Karlsruher Richter, es sei nicht ersichtlich, warum das Parlament die für die Wahlprüfung erforderlichen Schritte nicht unverzüglich nach seiner Konstituierung einleitete. Eine Wahlprüfungsbeschwerde gegen die Fünf-Prozent-Sperrklausel, um die es hauptsächlich in dem Verfahren ging, verwarf der Zweite Senat. (2 BvC 20/26)

Myanmars Ex-General Min Aung Hlaing zu erstem Besuch in Thailand als Präsident

Myanmars Ex-General und heutiger Präsident Min Aung Hlaing hat erstmals seit seinem Amtsantritt Thailand besucht und dabei seine Hoffnung auf eine Normalisierung der Beziehungen seines Landes zu den anderen Staaten der Region zum Ausdruck gebracht. Die Beziehungen zu den südostasiatischen Asean-Staaten hätten für ihn "Priorität", sagte Min Aung Hlaing am Donnerstag in Bangkok. Der thailändische Regierungschef Anutin Charnvirakul sagte ihm seine Unterstützung zu.

Iran-Krieg: Trump weist Berichte über Munitionsknappheit zurück

US-Präsident Donald Trump hat Medienberichte über eine Munitionsknappheit im Krieg gegen den Iran zurückgewiesen und Journalisten mit hohen Haftstrafen gedroht. Die US-Streitkräfte hätten "riesige Mengen an 'Munition', vor allem bestimmter Arten", schrieb Trump am Donnerstag in seinem Onlinedienst Truth Social. US-Medien hatten zuvor berichtet, ein Mangel an Raketen habe Trump von weiteren Angriffen auf den Iran abgehalten.

Textgröße ändern: