Deutsche Tageszeitung - Coronakrise senkt Einnahmen durch Kirchensteuer um rund 800 Millionen Euro

Coronakrise senkt Einnahmen durch Kirchensteuer um rund 800 Millionen Euro


Coronakrise senkt Einnahmen durch Kirchensteuer um rund 800 Millionen Euro
Coronakrise senkt Einnahmen durch Kirchensteuer um rund 800 Millionen Euro / Foto: ©

Durch die Corona-Krise sind die Einnahmen aus der Kirchensteuer im vergangenen Jahr um rund 800 Millionen Euro gesunken. Insgesamt wurden 11,9 Milliarden Euro Kirchensteuer eingenommen und damit etwa sechs Prozent weniger als im Vorjahr, wie die "Rheinische Post" am Dienstag vorab unter Berufung auf eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) berichtete.

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Damit fiel der Rückgang nicht so massiv aus wie zunächst erwartet. Kirchenexperten hatten zuvor mit einem Rückgang um eine Milliarde Euro gerechnet. Endgültige Werte werden erst im Laufe des Jahres veröffentlicht.

Derzeit zahlt ein Kirchenmitglied laut IW im Durchschnitt knapp 300 Euro Kirchensteuer im Jahr. Diesen Betrag erreicht demnach ein Single mit einem Bruttojahresgehalt von 30.000 Euro. Der Einnahmerückgang wiegt für die Kirchenkassen der Studie zufolge schwerer als für die Staatskassen, weil der Staat ausbleibende Einnahmen einfacher und günstiger über neue Kredite finanzieren kann.

Das Vorkrisenniveau von 2019 wird der Studie zufolge voraussichtlich erst 2022 wieder erreicht. Die Bemessungsgrundlage der Kirchensteuer ist die Einkommen- und Lohnsteuer, die wegen der Coronakrise seit Anfang vergangenen Jahres deutlich zurückging. Viele Beschäftigte gingen in Kurzarbeit und zahlten weniger Einkommen- und damit auch weniger Kirchensteuer.

(P.Tomczyk--DTZ)

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