Deutsche Tageszeitung - UN-Beauftragter: Fast 250.000 Vertriebene durch Gewalt der Militärs in Myanmar

UN-Beauftragter: Fast 250.000 Vertriebene durch Gewalt der Militärs in Myanmar


UN-Beauftragter: Fast 250.000 Vertriebene durch Gewalt der Militärs in Myanmar
UN-Beauftragter: Fast 250.000 Vertriebene durch Gewalt der Militärs in Myanmar / Foto: ©

Durch das harte Vorgehen der Sicherheitskräfte in Myanmar seit dem Militärputsch am 1. Februar sind fast 250.000 Menschen aus ihren Heimatorten vertrieben worden. Das teilte der UN-Beauftragte Tom Andrews am Mittwoch mit. "Die Welt muss sofort handeln, um dieser humanitären Katastrophe zu begegnen", forderte er. Nach Angaben einer Menschenrechtsgruppe vor Ort wurden beim brutalen Vorgehen der Sicherheitskräfte gegen Demonstranten seit dem Putsch am 1. Februar mehr als 700 Menschen getötet, 3300 befinden sich in Haft.

Textgröße ändern:

Am Samstag soll in Jakarta ein Gipfeltreffen der südostasiatischen Staaten (Asean) stattfinden, um über die Situation in Myanmar zu beraten. Die erwartete Teilnahme des myanmarischen Militärmachthabers Min Aung Hlaing rief heftige Kritik von Menschenrechtsaktivisten hervor. Gegen den Junta-Chef seien wegen seiner Mitverantwortung für "militärische Gräueltaten" und für die Unterdrückung der Demokratie-Bewegung internationale Sanktionen verhängt worden, erklärte Brad Adams von Human Rights Watch. Er dürfe nicht auf einem regionalen Forum begrüßt werden, das sich "mit der Krise beschäftigt, die er selbst geschaffen hat".

Die Militärführung ließ unterdessen den Video-Journalisten Ko Latt frei, der vier Wochen lang in Naypyidaw festgehalten worden war. Seit dem Putsch am 1. Februar wurden nach Angaben von Aktivisten mindestens 70 Journalisten festgenommen, 38 befinden sich noch immer in Haft.

(U.Beriyev--DTZ)

Empfohlen

Merz äußert bei Besuch in Südkorea Hoffnung auf Wiedervereinigung mit dem Norden

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat bei einem Besuch der Demilitarisierten Zone (DMZ) zwischen Nord- und Südkorea die Hoffnung auf eine friedliche Wiedervereinigung Koreas geäußert. Er sei dankbar, "dass wir eine solche Teilung in Deutschland seit 36 Jahren nicht mehr erleben müssen", sagte Merz am Freitag bei einer Rede an der DMZ laut Redetext. "Wollen wir hoffen, dass auch Korea eines Tages die Chance bekommt, seine staatliche Einheit zurückzugewinnen", fügte er hinzu.

SPD-Fraktionsvize: Berliner SPD soll nicht mit Linke koalieren

In der SPD wächst der Druck auf den Berliner Landesverband, keine Koalition unter Führung der Linkspartei einzugehen. Die stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, Siemtje Möller, sagte am Freitag im ARD-"Morgenmagazin", "ich würde es nicht tun". Möller bezog sich dabei auch auf die "Spiegel"-Berichterstattung, wonach die Linken-Spitzenkandidatin Elif Eralp Angst vor Berliner Hamas-Sympathisanten mit Verbindung zur Linken hat.

Steinmeier drängt in Peking auf ausgeglichene Handelsbeziehungen zwischen China und Deutschland

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat bei einem Besuch in Peking auf ausgeglichene Handelsbeziehungen zwischen China und Deutschland gedrängt. "Das Prinzip des Win-Win, das unsere Wirtschaftsbeziehungen ausgezeichnet hat", sagte Steinmeier am Freitag in Peking, "das wollen wir wahren". Der Bundespräsident betonte außerdem die "dichten, hochdynamischen" Wirtschaftsbeziehungen zwischen beiden Ländern - gerade diese "müssen wir natürlich immer wieder überprüfen und immer wieder anfassen".

Trump sagt zwei seiner letzten Wahlkampfauftritte vor den Zwischenwahlen ab

US-Präsident Donald Trump hat auf zwei Wahlkampfauftritte vor den Zwischenwahlen zum Kongress verzichtet. Trump sage zwei seiner letzten Wahlkampfveranstaltungen vor den Midterms ab, teilte seine Republikanische Partei am Donnerstag (Ortszeit) mit. Anstelle der Veranstaltungen in Kansas und Iowa werde der Präsident eine "große Anzahl" virtueller "Telerallyes" in zahlreichen Bundesstaaten abhalten. Trumps letzte Wahlkampfveranstaltung soll nun am Freitag in Florida stattfinden.

Textgröße ändern: