Deutsche Tageszeitung - Veteranin der Mütter der Plaza de Mayo in Argentinien gestorben

Veteranin der Mütter der Plaza de Mayo in Argentinien gestorben


Veteranin der Mütter der Plaza de Mayo in Argentinien gestorben
Veteranin der Mütter der Plaza de Mayo in Argentinien gestorben / Foto: ©

Eine Veteranin der argentinischen Menschenrechtsorganisation Mütter der Plaza de Mayo ist tot: Die Vizepräsidentin Mercedes "Porota" Colás de Meroño starb am Mittwoch im Alter von 95 Jahren, wie die Organisation in Buenos Aires mitteilte.

Textgröße ändern:

"Sie ist sanft entschlafen", schrieb die Gründerin der Bewegung, die 92-jährige Hebe de Bonafini, die jahrzehntelang gemeinsam mit Colás de Meroño an das Schicksal der Verschwundenen der Militärdiktatur in Argentinien erinnerte.

Die einzige Tochter von Colás de Meroño, Alicia, wurde am 5. Januar 1978 im Alter von 31 Jahren von Schergen der Junta in ihrem Haus verhaftet und verschleppt. Ihr Schicksal wurde nie aufgeklärt. In der Zeit der argentinischen Militärdiktatur von 1976 bis 1983 wurden 30.000 Oppositionelle verschleppt. Viele von ihnen wurden inhaftiert, gefoltert und ermordet.

Die Mütter der Plaza de Mayo versammelten sich erstmals am 30. April 1977 vor dem Präsidentenpalast in Buenos Aires. Seither kommen sie dort jeden Donnerstagnachmittag zusammen, prangern die Verbrechen der Militärdiktatur an und fordern Aufklärung über das Schicksal der Verschwundenen.

(V.Korablyov--DTZ)

Empfohlen

Linnemann legt Krankenkassen-Zusatzbeitrag für 2027 auf 2,9 Prozent fest

Das Bundesgesundheitsministerium hat den durchschnittlichen Zusatzbeitrag für die Krankenkassen für das kommende Jahr auf 2,9 Prozent festgelegt - damit bleibt er stabil. Der Satz sei in den vergangenen Jahren immer weiter gestiegen, "diese Entwicklung haben wir jetzt gestoppt", erklärte Gesundheitsminister Carsten Linnemann (CDU) am Freitag. Schon für dieses Jahr hatte das Ministerium den Zusatzbeitrag auf diesen Wert festgelegt. De facto lag er aber darüber.

Druck von Behörden: Unabhängige russische Zeitung "Nowaja Gaseta" gibt Schließung bekannt

Die unabhängige russische Zeitung "Nowaja Gaseta" stellt nach eigenen Angaben angesichts des Drucks der russischen Behörden ihre Arbeit ein. "Die 'Nowaja Gaseta' hört auf zu existieren", sagte Chefredakteur Sergej Sokolow in einer am Freitag auf der Onlineplattform YouTube veröffentlichten Videobotschaft. "Die russischen Behörden, die russischen Geheimdienste haben die Redaktion dazu gezwungen, ihre Arbeit einzustellen."

Merz äußert bei Besuch in Südkorea Hoffnung auf Wiedervereinigung mit dem Norden

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat bei einem Besuch der Demilitarisierten Zone (DMZ) zwischen Nord- und Südkorea die Hoffnung auf eine friedliche Wiedervereinigung Koreas geäußert. Er sei dankbar, "dass wir eine solche Teilung in Deutschland seit 36 Jahren nicht mehr erleben müssen", sagte Merz am Freitag bei einer Rede an der DMZ laut Redetext. "Wollen wir hoffen, dass auch Korea eines Tages die Chance bekommt, seine staatliche Einheit zurückzugewinnen", fügte er hinzu.

SPD-Fraktionsvize: Berliner SPD soll nicht mit Linke koalieren

In der SPD wächst der Druck auf den Berliner Landesverband, keine Koalition unter Führung der Linkspartei einzugehen. Die stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, Siemtje Möller, sagte am Freitag im ARD-"Morgenmagazin", "ich würde es nicht tun". Möller bezog sich dabei auch auf die "Spiegel"-Berichterstattung, wonach die Linken-Spitzenkandidatin Elif Eralp Angst vor Berliner Hamas-Sympathisanten mit Verbindung zur Linken hat.

Textgröße ändern: