Deutsche Tageszeitung - Isaac Herzog zum neuen Präsidenten von Israel gewählt

Isaac Herzog zum neuen Präsidenten von Israel gewählt


Isaac Herzog zum neuen Präsidenten von Israel gewählt
Isaac Herzog zum neuen Präsidenten von Israel gewählt / Foto: ©

Isaac Herzog wird der neue Präsident Israels: Die Knesset wählte am Mittwoch den früheren Chef der linksgerichteten Arbeitspartei zum neuen Staatsoberhaupt. Der 60-Jährige tritt die Nachfolge von Staatschef Reuven Rivlin an.

Textgröße ändern:

Herzog setzte sich bei der Abstimmung im Parlament klar mit 87 zu 26 Stimmen gegen seine Rivalin um das Präsidentenamt, Miriam Peretz, durch. Der Präsident der Jüdischen Agentur für das Land Israel, die im Auftrag des Staates Israel die Auswanderung von Juden nach Israel weltweit mitorganisiert, wird damit zum elften Präsidenten Israels. Die siebenjährige Amtszeit von Rivlin geht demnächst zu Ende. Der Präsident hat in Israel überwiegend eine repräsentative Rolle.

Das Votum in der Knesset erfolgte inmitten der schwierigen Verhandlungen zur Regierungsbildung in Israel, die spätestens bis Mittwoch kurz vor Mitternacht (Ortszeit) abgeschlossen sein müssen. Oppositionsführer Jair Lapid und der nationalistische Hardliner Naftali Bennett wollen eine Koalition schmieden, um den langjährigen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu abzulösen. Die Koalition des "Wandels" soll Parteien aus dem gesamten politischen Spektrum umfassen.

(I.Beryonev--DTZ)

Empfohlen

USA, Südkorea und Japan fordern "vollständige Denuklearisierung" Nordkoreas

US-Außenminister Marco Rubio und seine Kollegen aus Südkorea und Japan haben eine "vollständige Denuklearisierung" Nordkoreas gefordert. Rubio, der südkoreanische Außenminister Cho Hyun und der japanische Chefdiplomat Toshimitsu Motegi "bekräftigten ihre entschlossene Verpflichtung zur vollständigen Denuklearisierung" Nordkoreas bei Gesprächen am Freitag am Rande des G20-Außenministertreffens in den USA, wie das US-Außenministerium am Samstag mitteilte.

UN-Mission in Somalia nach mehr als 30 Jahren beendet

Nach mehr als drei Jahrzehnten diplomatischer Friedensbemühungen der Vereinten Nationen in Somalia ist die Untmis-Mission am Samstag offiziell zu Ende gegangen. Das ostafrikanische Land habe in den vergangenen Jahren "beträchtliche Fortschritte" gemacht, "auch wenn erhebliche Herausforderungen bestehen bleiben", erklärte Untmis-Leiter Raisedon Zenenga. Somalische Institutionen sollten nun die meisten der bisher von der UNo ausgeführten Aufgaben übernehmen.

Burnham "offen" für Entschuldigung für britische Rolle im Sklavenhandel

Der britische Premierminister Andy Burnham ist nach eigenen Worten "offen" für eine formelle Entschuldigung für die britische Rolle im früheren transatlantischen Sklavenhandel. "Ich möchte mein Bedauern und mein Mitgefühl für den Schmerz und das Leid so vieler Millionen Menschen ausdrücken", schrieb Burnham am Samstag in einem Gastbeitrag im "Guardian". Reparationen schloss Burnham aber ausdrücklich aus.

Linken-Parteitag: Eralp gibt nach "Angst"-Bericht "Schutzversprechen"

Die Berliner Linken-Spitzenpolitikerin Elif Eralp hat nach dem "Spiegel"-Bericht über ihre Angst vor Hamas-Sympathisanten ein "Schutzversprechen" für die Menschen in Berlin abgegeben. "Ich möchte eine Politik für alle Menschen machen, denn jeder verdient ein gutes Leben in Sicherheit und in Würde", sagte Eralp am Samstag auf einem Linken-Landesparteitag in Berlin. Dieser soll die Koalitionsverhandlungen der Linken mit Grünen und SPD beschließen.

Textgröße ändern: