Deutsche Tageszeitung - USA bieten Nordkorea Gespräche "ohne Vorbedingungen" an

USA bieten Nordkorea Gespräche "ohne Vorbedingungen" an


USA bieten Nordkorea Gespräche "ohne Vorbedingungen" an
USA bieten Nordkorea Gespräche "ohne Vorbedingungen" an / Foto: ©

Die USA haben Pjöngjang im Konflikt um das nordkoreanische Atomwaffenprogramm Gespräche ohne Vorbedingungen angeboten. Der US-Sonderbeauftragte für Nordkorea, Sung Kim, sagte am Montag bei einem Besuch in Südkorea: "Wir hoffen weiter, dass die Demokratische Volksrepublik Korea positiv auf unser Angebot reagiert, sich an jedem Ort, jederzeit, ohne Vorbedingungen zu treffen". In der vergangenen Woche hatte der nordkoreanische Machthaber Kim Jong Un angekündigt, sich sowohl auf einen "Dialog, als auch auf Konfrontation" mit den USA einzustellen.

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Das verarmte Land ist derzeit von Nahrungsmittelknappheit bedroht. Machthaber Kim nannte die Lage am Sonntag "angespannt". Nach Berichten des staatlichen Senders KCTV besprach er mit führenden Beamten "Notfall-Maßnahmen".

Offiziell gibt es in Nordkorea bisher keine Corona-Infektionen, Experten zweifeln jedoch an den Angaben aus Pjöngjang. Die zusätzliche Abschottung zum Schutz vor der Pandemie hat die Wirtschaft des isolierten Landes und besonders den Handel mit China aber schwer getroffen.

Der US-Sonderbeauftragte forderte von den Mitgliedern des UN-Sicherheitsrates, zu denen auch China zählt, die UN-Resolutionen gegen Nordkorea vollständig umzusetzen.

Die USA und Nordkorea haben sich seit dem Regierungswechsel in Washington mit Blick auf den gegenseitigen Umgang abwartend verhalten. Die US-Regierung hatte kürzlich eine "praktische, abgestufte Herangehensweise" gegenüber Pjöngjang angekündigt, um eine atomare Abrüstung des isolierten Landes zu erreichen.

Nordkoreas Machthaber hatte in den vergangenen Jahren auf eine Annäherung an den damaligen US-Präsidenten Donald Trump gesetzt, um eine Aufhebung von Sanktionen zu erreichen. Beide Staatenlenker trafen sich drei Mal persönlich. Das letzte Gipfeltreffen zwischen Trump und Kim im Februar 2019 in Hanoi scheiterte jedoch. Seitdem liegen die Verhandlungen zwischen Washington und Pjöngjang über einen Abbau des nordkoreanischen Atomprogramms auf Eis.

Trumps Nachfolger Joe Biden hatte im Mai erklärt, er plane kein persönliches Treffen mit Kim, solange es dabei nicht um konkrete Verhandlungen zur atomaren Abrüstung gehe.

(S.A.Dudajev--DTZ)

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