Deutsche Tageszeitung - Biden ernennt Sondergesandte für die Rechte der LGBTQ-Gemeinschaft

Biden ernennt Sondergesandte für die Rechte der LGBTQ-Gemeinschaft


Biden ernennt Sondergesandte für die Rechte der LGBTQ-Gemeinschaft
Biden ernennt Sondergesandte für die Rechte der LGBTQ-Gemeinschaft / Foto: ©

US-Präsident Joe Biden hat eine Sondergesandte für die Rechte der LGBTQ-Gemeinschaft ernannt. Die Menschenrechtsaktivistin Jessica Stern soll sich fortan im Auftrag des US-Außenministeriums für die Rechte von Menschen mit verschiedenen geschlechtlichen Identitäten und sexuellen Orientierungen einsetzen, wie das Weiße Haus am Freitag mitteilte. Stern leitet bislang die Organisation OutRight Action International, die sich für die Rechte von Homosexuellen, Transsexuellen, queeren Menschen und Intersexuellen stark macht.

Textgröße ändern:

"Zu einem Zeitpunkt, zu dem die Menschenrechte von LGBTQI+-Menschen in allen Regionen der Welt zunehmend bedroht werden, wird die Sondergesandte gleichgesinnte Regierungen, zivilgesellschaftliche Organisationen, Unternehmen und internationale Organisationen zusammenbringen, um Würde und Gleichberechtigung zu wahren", erklärte das Weiße Haus. Sie werde damit eine zentrale Rolle in Bidens Bemühungen spielen, die Menschenrechte von sexuellen Minderheiten weltweit zu fördern.

Die Ernennung erfolgt inmitten des von der LGBTQ-Gemeinschaft gefeierten "Pride Month", zu dem sich Biden am Freitag äußern wollte. Der Präsident wollte außerdem den bei Homosexuellen beliebten Nachtclub "Pulse" in Orlando im Bundesstaat Florida zum nationalen Ort des Gedenkens ernennen. Ein Angreifer, der sich zur Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) bekannte, hatte dort am 12. Juni 2016 49 Menschen getötet.

Derweil hängten die Botschaften der USA, Großbritanniens und Kanadas in der russischen Hauptstadt Moskau am Freitag anlässlich des "Pride Month" Regenbogen-Flaggen auf. In Russland ist Homophobie weit verbreitet. 2013 wurde in dem Land ein Gesetz verabschiedet, das positive Äußerungen über Homosexualität unter Strafe stellt.

Derzeit steht Ungarn nach der Verabschiedung eines Gesetzes gegen "Werbung" für Homosexualität in der Kritik. Es verbietet Bildungsprogramme zu Homosexualität oder Werbung von Großunternehmen, die sich mit Homosexuellen solidarisch erklären. Auch Aufklärungsbücher zu dem Thema sind damit untersagt. Offizielles Ziel ist der "Schutz" von Minderjährigen.

(U.Beriyev--DTZ)

Empfohlen

Trump: Abkommen mit Kuba wird "sehr bald" zustandekommen

US-Präsident Donald Trump hat erneut ein Abkommen mit Kuba in Aussicht gestellt. "Kuba möchte ebenfalls ein Abkommen schließen, und ich denke, dass wir sehr bald entweder eine Vereinbarung erzielen oder das tun werden, was nötig ist", sagte Trump am Sonntag (Ortszeit) vor Journalisten an Bord der Präsidentenmaschine Air Force One.

Trump: Iran nicht "bereit" für Abkommen zur Beendigung des Krieges

Der Iran ist nach Auffassung von US-Präsident Donald Trump nicht "bereit" für ein Abkommen zur Beendigung des Krieges. "Ich glaube nicht, dass sie bereit sind. Aber sie sind schon ziemlich nah dran", sagte Trump am Sonntag (Ortszeit) vor Journalisten an Bord der Präsidentenmaschine Air Force One.

Behörden: Drohnenvorfall löst Feuer nahe internationalem Flughafen von Dubai aus

Ein Vorfall im Zusammenhang mit einer Drohne hat nach Behördenangaben ein Feuer nahe dem internationalen Flughafen von Dubai ausgelöst. Ein Treibstofftank sei von dem Vorfall betroffen, erklärte das Medienbüro der Metropole am Montagmorgen im Onlinedienst X. Die Behörden arbeiteten derzeit daran, das Feuer unter Kontrolle zu bringen, hieß es weiter.

Trump: Ausbleibende Hilfe in Straße von Hormus wäre "schlecht" für Zukunft der Nato

Eine ausbleibende Unterstützung der USA durch Nato-Verbündete in der Straße von Hormus wäre US-Präsident Donald Trump zufolge "sehr schlecht" für die Zukunft des Verteidigungsbündnisses. "Wenn es keine Antwort gibt oder wenn es eine negative Antwort gibt, halte ich das für sehr schlecht für die Zukunft der Nato", sagte Trump in einem am Sonntag veröffentlichten Interview mit der "Financial Times".

Textgröße ändern: