Deutsche Tageszeitung - Habeck: Kanzlerkandidatin der Grünen wird nicht ausgewechselt

Habeck: Kanzlerkandidatin der Grünen wird nicht ausgewechselt


Habeck: Kanzlerkandidatin der Grünen wird nicht ausgewechselt
Habeck: Kanzlerkandidatin der Grünen wird nicht ausgewechselt / Foto: ©

Bei den Grünen gibt es nach Angaben des Ko-Vorsitzenden Robert Habeck kein Nachdenken über einen Austausch von Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock. "Nein. Das ist keine Debatte", sagte Habeck der "Süddeutschen Zeitung" (Samstagsausgabe). Spekulationen darüber seien "Kokolores". Die Grünen hätten Baerbock gerade erst mit fast hundert Prozent zu ihrer Kanzlerkandidatin gewählt. Jetzt gehe es darum, "aus diesem Vertrauensvorschuss, den sie von der Partei bekommen hat, das Beste zu machen".

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Auch er habe sich über die Pannen und Versäumnisse der vergangenen Wochen geärgert, sagte Habeck. "Es gab handwerkliche Fehler", das habe ja auch Baerbock eingeräumt. Zugleich widersprach er der Behauptung, die Grünen-Ko-Vorsitzende sei eine Hochstaplerin. "Das ist sie nicht", sagte Habeck. "Annalena Baerbock ist eine Frau, die von den Themen und ihrer Umsetzung getrieben ist."

Habeck zeigte sich zuversichtlich, das verloren gegangene Vertrauen zurückgewinnen zu können. "Wir haben noch gut zwei Monate bis zum Wahlabend." In dieser Zeit könne die Partei klarmachen, "dass Vertrauen in die richtige Politik die Abstimmung bestimmen sollte." Er sehe deshalb noch "große Chancen, im Lauf des Wahlkampfs dieses kostbare Gut Vertrauen zu erwerben".

Baerbock, die gemeinsam mit Habeck das Spitzenduo der Grünen zur Bundestagswahl bildet, steht seit Wochen in der Kritik. So musste die Kanzlerkandidatin nachträglich dem Bundestag Nebeneinkünfte melden und ihren im Internet veröffentlichten Lebenslauf korrigieren. Derzeit werden wegen Passagen eines Buches Plagiatsvorwürfe gegen sie erhoben.

Darunter litten nicht nur Baerbocks Sympathiewerte, sondern auch die Umfragewerte der Partei. Dennoch sieht Habeck das Rennen um das Kanzleramt für die Grünen noch nicht als verloren an. Die vergangenen Wochen seien zwar "kein Glanzstück" gewesen, sagte er. "Aber wir stehen noch immer sehr gut da – gut genug, um mit Freundlichkeit und Freude und der Leichtigkeit des Sommers einen fulminanten Wahlkampf zu machen."

(P.Tomczyk--DTZ)

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