Deutsche Tageszeitung - Syriens Staatschef Assad tritt vierte Amtszeit an

Syriens Staatschef Assad tritt vierte Amtszeit an


Syriens Staatschef Assad tritt vierte Amtszeit an
Syriens Staatschef Assad tritt vierte Amtszeit an / Foto: ©

Im kriegsgeschundenen Syrien hat der wiedergewählte Staatschef Baschar al-Assad am Samstag seine vierte Amtszeit angetreten. Vor 600 Gästen legte der 55-Jährige in der Hauptstadt Damaskus den Amtseid ab.

Textgröße ändern:

In seiner Antrittsrede sagte Assad, bei der Präsidentschaftswahl vom 26. Mai habe das syrische Volk die Legitimität des Staates unter Beweis gestellt. Zugleich habe das Volk mit seinem Votum die Kritik des Westens in die Schranken gewiesen.

Die USA, Großbritannien, Frankreich, Deutschland und Italien hatten die syrische Präsidentschaftswahl als "weder frei noch fair" bezeichnet, während die Opposition in dem Bürgerkriegsland von einer "Farce" sprach.

Assad herrscht in Syrien seit dem Jahr 2000; er war praktisch konkurrenzlos in die Wahl gegangen. Politiker der Exil-Opposition waren von einer Kandidatur ausgeschlossen, Assads Herausforderer waren kaum bekannt und nur wenigen Syrern ein Begriff.

Die diesjährige Präsidentschaftswahl war die zweite seit dem Beginn des Bürgerkriegs in Syrien 2011, in dessen Verlauf fast 390.000 Menschen getötet und Millionen weitere vertrieben wurden. Im Wahlkampf präsentierte sich Assad als einzig befähigter Architekt für den Wiederaufbau des Landes.

Der Assad-Clan herrscht in Syrien bereits seit mehr als 50 Jahren. In einem Militärputsch gelangte im November 1970 Hafis al-Assad an die Macht, nach seinem Tod 2000 übernahm sein Sohn Baschar das höchste Staatsamt.

(V.Sørensen--DTZ)

Empfohlen

"Wirtschaftskrieg": USA wollen Sanktionen gegen Irans Handelspartner verschärfen

Die USA wollen die Wirtschaftssanktionen gegen den Iran und seine Handelspartner verschärfen. US-Finanzminister Scott Bessent sagte am Montag in Washington, die Regierung von Präsident Donald Trump werde neue Strafmaßnahmen gegen alle Länder verhängen, die weiterhin mit Teheran Geschäfte machten. Zu den größten Handelspartnern des Iran gehören China, die Vereinigten Arabischen Emirate und die Türkei. Namentlich nannte Bessent diese Länder jedoch nicht.

Ukraine-Partner wollen Militärhilfe für Kiew trotz russischer Drohungen verstärken

Bei einem Treffen am 35. Unabhängigkeitstag der Ukraine hat die sogenannte Koalition der Willigen eine Verstärkung der militärischen Unterstützung für Kiew zugesagt - angesichts stark zunehmender Angriffe und trotz der "Drohungen seitens Russlands". Besonders dringlich sei die Aufgabe, "die Flugabwehr der Ukraine zu stärken, die Zusammenarbeit mit ihrer Rüstungsindustrie zu verbessern und einschlägige Technologien zu teilen, unter anderem durch die Koalition gegen ballistische Raketen", erklärten die Staats- und Regierungschefs am Montag.

Saudi-Arabien will in Manga-Vergnügungspark bei Paris investieren

Saudi-Arabien will in einen Manga-Vergnügungspark in der Nähe von Paris investieren. Eine entsprechende Grundsatzvereinbarung wurde am Rande des Besuchs des saudiarabischen Kronprinzen Mohammed bin Salman in Paris am Montag unterzeichnet, wie das französische Präsidialamt mitteilte.

Ukraine-Partner wollen militärische Unterstützung für Kiew weiter verstärken

Bei einem Treffen anlässlich des 35. Unabhängigkeitstags der Ukraine hat die sogenannte Koalition der Willigen eine Verstärkung der militärischen Unterstützung für das Land ungeachtet der "Drohungen seitens Russlands" zugesagt. Besonders dringlich sei die Aufgabe, "die Flugabwehr der Ukraine zu stärken, die Zusammenarbeit mit ihrer Rüstungsindustrie zu verbessern und einschlägige Technologien zu teilen, unter anderem durch die Koalition gegen ballistische Raketen", teilten die Staats- und Regierungschefinnen und -chefs am Montag mit. Von ihnen waren einige nach Kiew gereist, andere hatten sich per Video dazugeschaltet.

Textgröße ändern: