Deutsche Tageszeitung - Thunberg: Bundestagswahl wird Klimakrise nicht lösen

Thunberg: Bundestagswahl wird Klimakrise nicht lösen


Thunberg: Bundestagswahl wird Klimakrise nicht lösen
Thunberg: Bundestagswahl wird Klimakrise nicht lösen / Foto: ©

Die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg hat zu weiteren Klima-Protesten nach der Bundestagswahl aufgerufen. "Wir müssen weiter mobilisieren, uns organisieren und auf die Straße gehen", sagte sie am Samstag bei einem Besuch im rheinischen Braunkohlerevier. Die Bundestagswahl am Sonntag werde die "Klimakrise nicht lösen - egal, wie das Ergebnis ausfällt".

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Zusammen mit der Aktivistin Luisa Neubauer besuchte Thunberg das vom Abriss bedrohte Dorf Lützerath am Rande des Tagebaus Garzweiler. Sie riefen zum Schutz des Ortes und zur Verteidigung des 1,5-Grad-Ziels des Pariser Klimaschutzabkommens auf. "Wir sind bereit, uns zwischen die Häuser und die Bagger zu stellen", sagte Neubauer.

Thunberg sagte, ihr mache es Hoffnung, "die Hingabe und das Engagement" der Menschen zu sehen, die sich für den Erhalt der Dörfer und gegen die Zerstörung der Umwelt und des Klimas einsetzten.

Die Bewegung Fridays for Future hatte am Freitag in hunderten deutschen Städten für einen konsequenteren Klimaschutz demonstriert. In Berlin, Hamburg und München kamen dabei jeweils viele tausend Teilnehmer zusammen, darunter auch zahlreiche Prominente. Fridays for Future bezifferte die Gesamtzahl auf 620.000, die Angaben der Polizei lagen teils deutlich darunter.

Fridays for Future dringt auf Klimaschutzmaßnahmen, die einen weltweiten Temperaturanstieg noch auf eineinhalb Grad Celsius begrenzen. Das entspricht dem 2015 im Klimaschutzabkommen von Paris international vereinbarten Ziel.

(P.Tomczyk--DTZ)

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