Deutsche Tageszeitung - CDU-Frauen unglücklich über hohen Männeranteil in Unionsfraktion

CDU-Frauen unglücklich über hohen Männeranteil in Unionsfraktion


CDU-Frauen unglücklich über hohen Männeranteil in Unionsfraktion
CDU-Frauen unglücklich über hohen Männeranteil in Unionsfraktion / Foto: ©

Die in der Frauen-Union zusammengeschlossenen weiblichen CDU-Mitglieder sind unglücklich über den hohen Männeranteil in der neuen Unionsfraktion. "Mit einem Frauenanteil von 23,5 Prozent in der Unionsfraktion können wir nicht zufrieden sein", sagte die Vorsitzende der Frauen-Union, Annette Widmann-Mauz, der Neuen Berliner Redaktionsgesellschaft. Einen noch geringeren Frauenanteil hat im neuen Bundestag nur die AfD-Fraktion.

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Widmann-Mauz forderte grundlegende Änderungen. "Die strukturellen Fragen in der CDU sind weiterhin ungeklärt. Das steht nach wie vor auf der Agenda", sagte sie mit Blick auf Vorschläge wie Frauenquoten oder paritätisch besetzte Wahllisten.

Paritätische Listen für die Bundestagswahl am vergangenen Sonntag hatten nur einige Landesverbände der Union aufgestellt, darunter die CSU in Bayern. Allerdings kam diese Liste nicht zum Tragen, weil sämtliche Sitze per Direktmandat besetzt wurden.

"Die Situation in den einzelnen Landesverbänden ist sehr unterschiedlich und ergibt ein gemischtes Bild", sagte Widmann-Mauz. "Das werden wir sehr genau analysieren."

Die Gruppe der Frauen in der Unionsfraktion umfasst nunmehr 46 Mitglieder. Sie wählten am Mittwoch erneut Yvonne Magwas zu ihrer Vorsitzenden. Auch Magwas äußerte sich unzufrieden: "Leider haben einige gute Frauen den Wiedereinzug ins Parlament nicht geschafft. Das bedaure ich sehr", erklärte sie.

"Bei dieser Bundestagswahl haben deutlich weniger Wählerinnen als zuvor CDU und CSU gewählt", fügte Magwas kritisch hinzu. " Das muss sich bei künftigen Wahlen wieder ändern." Es sei in diesem Zusammenhang auch notwendig, "dass Frauen in Fraktionsämtern und in allen Bundestagsausschüssen sichtbar sind".

(S.A.Dudajev--DTZ)

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