Deutsche Tageszeitung - Merkel bekommt nach Amtszeitende Büro mit sieben Mitarbeitern und zwei Fahrer

Merkel bekommt nach Amtszeitende Büro mit sieben Mitarbeitern und zwei Fahrer


Merkel bekommt nach Amtszeitende Büro mit sieben Mitarbeitern und zwei Fahrer
Merkel bekommt nach Amtszeitende Büro mit sieben Mitarbeitern und zwei Fahrer / Foto: ©

Noch ist Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) geschäftsführend im Amt - nach dem Ende ihrer Regierungszeit wird sie sich auf ein Büro mit sieben Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern stützen können. Der Hauptausschuss des Bundestags billigte am Dienstagabend eine entsprechende Vorlage des Bundesfinanzministeriums. Demnach sollen Merkel außerdem zwei Fahrerinnen oder Fahrer zur Verfügung stehen.

Textgröße ändern:

"Für die Ausbringung der neuen Planstellen und Stellen besteht ein unabweisbarer, auf andere Weise nicht zu befriedigender Bedarf", heißt es in der Vorlage des Finanzministeriums, die am Mittwoch der Nachrichtenagentur AFP vorlag. "Die künftige Bundeskanzlerin a. D. wird nach ihrer Kanzlerschaft im Bundesinteresse liegende Aufgaben wahrnehmen, die aus fortwirkenden amtlichen Pflichten resultieren", heißt es weiter.

Der Vorlage zufolge soll sich die stellvertretende Büroleitung insbesondere der "Bearbeitung von Grundsatzangelegenheiten" widmen. Zu den zwei Stellen für Referentinnen oder Referenten heißt es, hier gehe es vor allem um das "fachliche Zuarbeiten" für Merkel. Zwei Stellen im Bereich Sachbearbeitung wiederum sollen sich insbesondere der "Vorbereitung von Terminen der Bundeskanzlerin a.D." und der "Unterstützung bei deren Durchführung" widmen.

Die Linke-Haushaltsexpertin Gesine Lötzsch reagierte empört. "Egal, wie man die Arbeit von Frau Merkel bewertet, aber für die Beantwortung von Fanpost und der Verschickung von Autogrammkarten braucht man keinen Büroleiter und keinen stellvertretenden Büroleiter mit einem Gehalt von jeweils 10.000 Euro", sagte sie AFP. "Wenn sie aber neue Funktionen übernehmen sollte, dann kann man über eine entsprechende Finanzierung verhandeln."

Die Linke verwies auch auf einen Beschluss des Haushaltsausschusses aus dem Jahr 2019. Damals war entschieden worden, dass ehemalige Bundespräsidenten und Bundespräsidentinnen sowie Bundeskanzler und Bundeskanzlerinnen maximal vier Büroangestellte sowie einen Fahrer bezahlt bekommen. Diese Beschränkung bezog sich allerdings nur auf künftige Amtsinhaber nach deren Ausschieden. Da Merkel 2019 damals bereits Kanzlerin war, betrifft sie das nicht.

(S.A.Dudajev--DTZ)

Empfohlen

Untreueprozess gegen frühere RBB-Intendantin Schlesinger startet im November

Mehr als vier Jahre nach ihrem Rücktritt beginnt im November der Strafprozess gegen die ehemalige Intendantin des Rundfunks Berlin-Brandenburg (RBB), Patricia Schlesinger, und weitere frühere Führungsmitglieder des Senders. Das Landgericht Berlin ließ die Anklageschrift der Generalstaatsanwaltschaft vom November 2025 zu, wie eine Gerichtssprecherin am Dienstag mitteilte. Der Prozess soll am 10. November 2026 beginnen. Bis Ende Juni 2027 wurden zunächst 56 Verhandlungstermine anberaumt.

Öffentliche Schulden im zweiten Quartal 2026 um 1,0 Prozent gestiegen

Die öffentlichen Schulden sind im zweiten Quartal dieses Jahres um 1,0 Prozent gestiegen. Insgesamt waren die Haushalte von Bund, Ländern, Gemeinden, Gemeindeverbänden und Sozialversicherung inklusive aller Extrahaushalte mit 2753,5 Milliarden Euro verschuldet, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mitteilte. Die Schulden des Bundes stiegen im Vergleich zum ersten Quartal um 1,1 Prozent auf 1907,1 Milliarden Euro.

Rettungskräfte: Zahl der Toten bei Angriff der Armee auf Markt in Myanmar auf 50 gestiegen

Die Zahl der Todesopfer bei einem Luftangriff der myanmarischen Armee auf einen Markt im Bundesstaat Rakhine ist nach Angaben von Rettungskräften auf 50 gestiegen. Zudem seien bei dem Angriff am Montag in der Stadt Kyauktaw 58 Menschen verletzt worden, erklärten die Rettungskräfte am Dienstag. Demnach könnte die Zahl der Toten noch steigen, da einige Leichen in Bränden nach dem Angriff verloren gegangen seien.

Nach Explosion in Grenzgebiet: Südkorea wirft Norden Verletzung von Waffenstillstand vor

Nach einer vermutlich durch eine nordkoreanische Mine ausgelösten Explosion im Grenzgebiet zwischen Nord- und Südkorea vergangene Woche hat Seoul dem Nachbarland einen Verstoß gegen das Waffenstillstandsabkommen vorgeworfen und Konsequenzen angekündigt. "Dies ist eine klare Verletzung des Waffenstillstandsabkommens, und da Nordkorea die Verantwortung trägt, werden wir entsprechende Maßnahmen ergreifen", sagte Südkoreas Verteidigungsminister Kang Shin Chul am Dienstag vor dem Parlament. Bei dem Vorfall waren drei südkoreanische Offiziere schwer verletzt worden, einer verlor seinen Fuß.

Textgröße ändern: