Deutsche Tageszeitung - Selenskyj stattet Soldaten an Frontlinie in Ostukraine Besuch ab

Selenskyj stattet Soldaten an Frontlinie in Ostukraine Besuch ab


Selenskyj stattet Soldaten an Frontlinie in Ostukraine Besuch ab
Selenskyj stattet Soldaten an Frontlinie in Ostukraine Besuch ab / Foto: ©

Vor dem Hintergrund einer befürchteten russischen Militärinvasion hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj den Soldaten an der Frontlinie im Osten seines Landes einen Besuch abgestattet. Selenskyj besichtigte am Montag Stellungen in der Region Donezk und dankte den Soldaten "für den Schutz der Souveränität und territorialen Integrität der Ukraine", wie das Präsidialamt in Kiew mitteilte. "Mit Menschen wie Ihnen werden wir eindeutig siegen", sagte Selenskyj.

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Auf vom ukrainischen Präsidialamt verbreiteten Bildern ist zu sehen, wie der 43-jährige Präsident in Helm und schusssicherer Weste Auszeichnungen an Soldaten überreicht. Der Truppenbesuch erfolgte am 30. Jahrestag der ukrainischen Armee. Sie war nach der Unabhängigkeit der ehemaligen Sowjetrepublik von Moskau im Jahr 1991 gegründet worden.

Der Truppenbesuch erfolgte einen Tag vor dem Videogipfel zwischen Russlands Präsident Wladimir Putin und US-Präsident Joe Biden zum Ukraine-Konflikt. Washington wirft Moskau vor, eine Militärinvasion in der Ukraine vorzubereiten, was die russische Regierung bestreitet.

Seit 2014 bekämpfen sich prorussische Rebellen und die ukrainische Armee in der Ostukraine, nachdem Moskau die Halbinsel Krim annektiert hatte. Russland unterstützt in dem Konflikt die Separatisten, die in Luhansk und Donezk sogenannte Volksrepubliken ausgerufen haben. Mehr als 13.000 Menschen starben bereits in dem Konflikt.

Die Spannungen zwischen Russland und dem Westen im Ukraine-Konflikt hatten sich zuletzt deutlich verschärft. Angesichts russischer Truppenbewegungen an der Grenze zur Ukraine gibt es Befürchtungen, Moskau könnte das Nachbarland angreifen. Die Regierung in Kiew warnte am Freitag vor einem russischen Großangriff Ende Januar.

Diese Befürchtungen erhielten durch einen Bericht der "Washington Post" neue Nahrung. Demnach sehen Moskaus Pläne unter anderem "umfangreiche Bewegungen von hundert Bataillonen taktischer Verbände mit schätzungsweise 175.000 Mann, zusammen mit Panzern, Artillerie und Ausrüstung" vor.

(V.Korablyov--DTZ)

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