Deutsche Tageszeitung - Macron sieht möglichen diplomatischen Olympia-Boykott der EU kritisch

Macron sieht möglichen diplomatischen Olympia-Boykott der EU kritisch


Macron sieht möglichen diplomatischen Olympia-Boykott der EU kritisch
Macron sieht möglichen diplomatischen Olympia-Boykott der EU kritisch / Foto: ©

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron sieht einen möglichen diplomatischen Boykott der Olympischen Winterspiele in Peking durch die EU kritisch. Ein rein diplomatischer, aber nicht sportlicher Boykott wäre eine "sehr kleine und symbolische" Maßnahme, sagte er am Donnerstag in Paris. Es müsse klar entschieden werden, entweder keine Athleten zu entsenden oder aber international ein anderes gemeinsames Zeichen des Engagements zu setzen.

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Mit den europäischen Partnern und in Verbindung mit dem Internationalen Olympischen Komitee (IOC) "werden wir sehen, welche Entscheidung in den nächsten Wochen zu treffen ist", sagte Macron weiter. Bereits zuvor hatten sich die neue Bundesaußenministerin Annalena Baerbock (Grüne) und ihr französischer Kollege Jean-Yves Le Drian für eine gemeinsame europäische Position hinsichtlich eines möglichen Boykotts ausgesprochen.

Die USA sowie Kanada, Australien und Großbritannien haben bereits einen diplomatischen Boykott beschlossen. Die Staaten kündigten an, wegen Menschenrechtsverletzungen in China keine Regierungsvertreter zu den Olympischen Spielen im Februar zu entsenden. Sportler dieser Länder werden aber an den Spielen teilnehmen. Peking drohte den Staaten indes mit Konsequenzen.

Die Olympischen Spiele finden vom 4. bis 20. Februar statt. Aufgrund der Corona-Pandemie und entsprechenden Einreisebeschränkungen werden wohl ohnehin nur wenige Staats- und Regierungschefs nach Peking reisen. Am Donnerstag sagte jedoch UN-Generalsekretär António Guterres seine Teilnahme zu. Er habe eine Einladung des Internationalen Olympischen Komitees erhalten und habe sie angenommen, erklärte sein Sprecher.

(S.A.Dudajev--DTZ)

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