Deutsche Tageszeitung - Nicaragua bricht diplomatische Beziehungen zu Taiwan zugunsten Pekings ab

Nicaragua bricht diplomatische Beziehungen zu Taiwan zugunsten Pekings ab


Nicaragua bricht diplomatische Beziehungen zu Taiwan zugunsten Pekings ab
Nicaragua bricht diplomatische Beziehungen zu Taiwan zugunsten Pekings ab / Foto: ©

Nicaragua hat die diplomatischen Beziehungen zu Taiwan abgebrochen und erkennt nun die Volksrepublik China an. Außenminister Denis Moncada erklärte am Donnerstag: "Die Volksrepublik China ist die einzige legitime Regierung, die ganz China vertritt, und Taiwan ist ein unveräußerlicher Teil des chinesischen Territoriums". Nach jahrzehntelangem Druck aus Peking erkennen somit nur noch 14 Länder Taiwan offiziell als Staat an.

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Die Erklärung Nicaraguas folgt der Linie Pekings, wonach die Insel Taiwan eine abtrünnige Provinz ist. China strebt die Wiedervereinigung mit dem Festland an, notfalls mit Gewalt. Gleichzeitig bemüht sich Peking darum, Taiwan international zu isolieren. In Lateinamerika hatte China damit zuletzt einigen Erfolg: Panama, El Salvador und die Dominikanische Republik wechselten in den vergangenen Jahren die Seiten.

Anders ist die Situation in Osteuropa: Als EU-Mitglied Litauen beispielsweise kürzlich die Eröffnung einer taiwanischen diplomatischen Vertretung unter dem Namen "Taiwan" erlaubte, verhängte Peking Importverbote und stufte die diplomatischen Beziehungen zu dem Land herunter. Üblicherweise tragen die diplomatischen Büros Namen wie "Taipeh Vertretung" - so auch in Deutschland. Auch Tschechien und die Slowakei haben sich trotz Chinas Protest zuletzt wieder an Taipeh angenähert.

(P.Tomczyk--DTZ)

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