Deutsche Tageszeitung - Berliner Grünen-Fraktion nominiert Drosten für Bundesversammlung

Berliner Grünen-Fraktion nominiert Drosten für Bundesversammlung


Berliner Grünen-Fraktion nominiert Drosten für Bundesversammlung
Berliner Grünen-Fraktion nominiert Drosten für Bundesversammlung / Foto: ©

Die Grünen-Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus hat den Virologen Christian Drosten als Delegierten für die Bundesversammlung nominiert. Der Direktor des Instituts für Virologie der Berliner Charité sei "eine der wichtigsten Stimmen der Wissenschaft weltweit im Kampf gegen das Coronavirus", teilte die Fraktion am Freitag mit.

Textgröße ändern:

Politik sei auf die Wissenschaft angewiesen, um evidenzbasierte Entscheidungen zu treffen, erklärten die Fraktionschefinnen Antje Kapek und Silke Gebel. Mit der Entsendung Drostens solle auch ein Zeichen "gegen die verleumderischen Angriffe auf Wissenschaftler*innen" gesetzt werden.

Die Bundesversammlung wählt am 13. Februar 2022 den Bundespräsidenten oder die Bundespräsidentin. Die Versammlung setzt sich aus den 736 Bundestagsabgeordneten und ebenso vielen Delegierten zusammen, die von den Landesparlamenten entsandt werden. Nach dem Verteilungsschlüssel können die Berliner Grünen sieben Mitglieder benennen.

Neben Drosten nominierte die Grünen-Fraktion die Journalistin Ferda Ataman, den Europaabgeordneten Erik Marquardt, die Vizepräsidentin des Berliner Abgeordnetenhauses, Bahar Haghanipour, sowie die drei Fraktionschefinnen Bettina Jarasch, Kapek und Gebel als weitere Delegierte für die Bundesversammlung.

(S.A.Dudajev--DTZ)

Empfohlen

Trump spottet bei Presse-Gala über Medien und kokettiert mit dritter Amtszeit

US-Präsident Donald Trump hat bei der nach einem Schusswaffenvorfall im April nachgeholten Gala der Hauptstadtpresse in Washington über die Medien gespottet und erneut mit einer weiteren Amtszeit kokettiert. In seiner rund einstündigen Rede wechselte der Republikaner am Freitagabend zwischen Scherzen, Kritik an Journalisten und versöhnlicheren Tönen.

Ex-Minister Altmaier "betroffen und wütend" über Merz' Umgang mit Schnieder

Der frühere CDU-Bundesminister Peter Altmaier hat den Umgang von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) mit Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) scharf kritisiert. "Der Umgang mit ihm macht mich betroffen und wütend und wird weder seiner Person noch seiner Leistung gerecht", schrieb Altmaier am Samstag im Onlinedienst X. Er kenne und schätze Schnieder seit anderthalb Jahrzehnten, fügte Altmaier hinzu. "Er ist ein erfahrener Fachmann, harter Arbeiter und großartiger Mensch und Freund."

Linke sammelt binnen drei Wochen mehr als 130.000 Euro Spenden ein

Die Linke hat nach eigenen Angaben innerhalb von drei Wochen mehr als 130.000 Euro Spenden eingesammelt. Das Geld solle für die Wahlkämpfe in Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin eingesetzt werden, sagte Parteichef Luigi Pantisano dem Portal t-online am Samstag. Die Partei setze dabei auf ein "Erfolgskonzept, von dem schon viele linke Wahlkämpfe in aller Welt getragen wurden: Kleinspenden." Die Linke nehme als einzige Partei im Bundestag keine Konzernspenden an.

Vorbereitung auf "Rassenkrieg": Verfassungsschutz warnt vor radikalen Clubs

Deutsche Sicherheitsbehörden warnen vor der Radikalisierung junger Männer in so genannten "Active Clubs". Diese Sportgemeinschaften gelten als Versuch, junge Männer für das rechtsextremistische Spektrum zu gewinnen. Seit dem Frühjahr 2024 lasse sich "die Gründung einer Vielzahl an regionalen 'Active Clubs' in Deutschland feststellen", teilte das Bundesamt für Verfassungsschutz der "Süddeutschen Zeitung" vom Samstag mit.

Textgröße ändern: