Deutsche Tageszeitung - Junger Migrant bei versuchter Überfahrt über den Ärmelkanal gestorben

Junger Migrant bei versuchter Überfahrt über den Ärmelkanal gestorben


Junger Migrant bei versuchter Überfahrt über den Ärmelkanal gestorben
Junger Migrant bei versuchter Überfahrt über den Ärmelkanal gestorben / Foto: ©

Ein junger Migrant ist bei einer versuchten Überfahrt von Frankreich nach Großbritannien über den Ärmelkanal gestorben. Der etwa 20 Jahre alte Mann komme vermutlich aus dem Sudan, teilte die Staatsanwaltschaft am Freitag in Boulogne-sur-Mer mit. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen fahrlässiger Tötung. Es ist das erste Todesopfer des Jahres am Ärmelkanal.

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Im vergangenen Jahr sind nach Angaben der Präfektur 30 Menschen bei versuchten Überfahrten nach Großbritannien ertrunken. Vier weitere gelten als vermisst. Das schlimmste Unglück ereignete sich im November, als 27 Migranten starben, unter ihnen auch zwei Kinder. Nach Aussagen eines Seenotretters war eine der Familien unter den Opfern wenige Tage zuvor bei einem früheren Versuch noch gerettet worden.

Am Freitag wurden 32 Menschen aus Seenot gerettet. Sie seien auf einem Schlauchboot mit Holzboot aufgebrochen, aber von der Flut wieder zurückgetrieben worden, hieß es in Ermittlerkreisen. Einige hätten sich auf Sandbänke retten können.

Nach Berechnungen der britischen Nachrichtenagentur PA haben im vergangenen Jahr etwa 28.000 Migranten auf diesem Weg Großbritannien erreicht, eine Rekordzahl. Der Seeweg ist für viele Flüchtlinge die Alternative zu dem Eurotunnel, der in den vergangenen Jahren immer stärker abgesichert wurde. Viele Migranten wollen nach Großbritannien, weil sie dort Familie haben oder meinen, dort einfacher Arbeit zu finden. Viele von ihnen haben keine Aussicht auf Asyl im Schengen-Raum.

(U.Beriyev--DTZ)

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