Deutsche Tageszeitung - Wahl Laschets zu Vize-Präsident der Parlamentarischen Versammlung des Europarats

Wahl Laschets zu Vize-Präsident der Parlamentarischen Versammlung des Europarats


Wahl Laschets zu Vize-Präsident der Parlamentarischen Versammlung des Europarats
Wahl Laschets zu Vize-Präsident der Parlamentarischen Versammlung des Europarats / Foto: ©

Der frühere Unions-Kanzlerkandidat Armin Laschet ist am Montag zu einem der Vize-Präsidenten der Parlamentarischen Versammlung des Europarats gewählt worden. Er freue sich sehr "über die parteiübergreifende Unterstützung bei dieser Wahl", erklärte Laschet am Montag. Nach einem Bericht der "Badischen Neuesten Nachrichten" wurde Laschet vom Leiter der deutschen Delegation bei der Versammlung, Frank Schwabe (SPD), vorgeschlagen.

Textgröße ändern:

Dem Europarat gehören 47 Mitgliedsstaaten an, darunter auch Russland und die Türkei. Die Parlamentarische Versammlung tagt viermal im Jahr in Straßburg. Insgesamt gibt es bei ihr 20 Vize-Präsidentenposten. Während diese von kleineren Staaten abwechselnd besetzt werden, hat Deutschland dauerhaft Anspruch auf ein Vize-Amt. Gewählt werden die Vize-Präsidenten immer zu Jahresanfang zum Auftakt der Sitzungsperiode.

"Gerade in außen- und sicherheitspolitisch angespannten Zeiten ist es wichtig, dass der Dialog auf allen Ebenen weitergeht", erklärte Laschet, der Bundestagsabgeordneter ist. "Die Parlamentarische Versammlung des Europarats verbindet fast alle Länder Europas - auch jene, die nicht Mitglieder der Europäischen Union sind." Er freue sich, einen Beitrag für die Förderung von Menschenrechten, Demokratie und Frieden in Europa leisten zu können, betonte Laschet.

Nach der schweren Wahlniederlage bei der Bundestagswahl hatte der 60-jährige Laschet auch seinen Posten als CDU-Vorsitzender zur Verfügung gestellt. Am Samstag wurde Friedrich Merz bei einem Online-Parteitag zu seinem Nachfolger gewählt. Da aus rechtlichen Gründen zur Bestätigung noch eine Briefwahl nötig ist, wird Merz das Amt voraussichtlich aber erst Ende Januar antreten können.

(P.Tomczyk--DTZ)

Empfohlen

14 Tote bei russischem Raketenangriff auf Wohngebäude im Norden der Ukraine

Bei einem Raketenangriff auf ein Wohngebäude im Norden der Ukraine sind ukrainischen Angaben zufolge mindestens 14 Menschen getötet worden. Darunter seien auch vier Kinder, teilten die Rettungsdienste am Mittwoch mit. Landesweit gab es den Angaben zufolge mindestens 20 Tote, der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bezeichnete die jüngsten Attacken mit Dutzenden Raketen und mehr als hundert Drohnen als "einen der abscheulichsten Angriffe" seit Kriegsbeginn.

Schmerzerfülltes Gedenken in Israel am dritten Jahrestag des Hamas-Überfalls

Schweigende Trauer, schmerzhafte Erinnerungen und fortgesetzte Militärangriffe: Israel hat am Mittwoch den dritten Jahrestag des Hamas-Überfalls begangen. Am Ort des Nova-Musikfestivals hielten die Anwesenden um 06.29 Uhr, der Uhrzeit des Beginns der Massaker, eine Schweigeminute ab. Die israelische Armee setzte unterdessen ihre Angriffe im Gazastreifen fort. Der Jahrestag des Hamas-Überfalls fiel in die Schlussphase des Wahlkampfs zur israelischen Parlamentswahl in drei Wochen.

Thüringer Landtag: AfD-Fraktion scheitert mit Vorstoß für Neuwahlen

Die AfD ist in Thüringen erwartungsgemäß mit einem Vorstoß für Neuwahlen gescheitert. Für einen Antrag der Rechtsaußenfraktion zur Auflösung des Landtags stimmten am Mittwoch in Erfurt 34 Abgeordnete - mindestens 59 Stimmen wären notwendig gewesen. Neben der AfD votierten die beiden verbliebenen BSW-Abgeordneten für eine Auflösung des Parlaments mit dem Ziel Neuwahlen. Alle anderen Abgeordneten - CDU, SPD, der BSW-Nachfolger Thüringen Gerecht, die Linke und fraktionslose Parlamentarier lehnten den Antrag ab.

Thüringens Ministerpräsident Voigt kämpft nicht mehr um Doktortitel

Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt (CDU) kämpft nicht mehr um seinen wegen Plagiatsvorwürfen entzogenen Doktortitel. Als Regierungschef gehöre seine ganze Kraft, Energie und Aufmerksamkeit den Bürgern Thüringens, sagte Voigt am Mittwoch vor einer Landtagssitzung in Erfurt vor Journalisten. Deswegen habe er sich "entschieden, den Rechtsstreit um meine Dissertation einzustellen".

Textgröße ändern: