Deutsche Tageszeitung - UNO: Mehr als 2,8 Millionen Menschen vor Krieg in der Ukraine geflüchtet

UNO: Mehr als 2,8 Millionen Menschen vor Krieg in der Ukraine geflüchtet


UNO: Mehr als 2,8 Millionen Menschen vor Krieg in der Ukraine geflüchtet
UNO: Mehr als 2,8 Millionen Menschen vor Krieg in der Ukraine geflüchtet

Seit dem Beginn des Ukraine-Kriegs am 24. Februar sind 2,8 Millionen Menschen aus dem Land geflüchtet. Das geht aus der neuesten Statistik hervor, die am Montag von der UNO in Genf veröffentlicht wurde. Das UN-Flüchtlingskommissariat (UNHCR) registrierte seit Sonntag eine Zunahme um 110.512 Flüchtlinge. Die Flucht aus der Ukraine ist die größte Fluchtbewegung in Europa seit dem Zweiten Weltkrieg.

Textgröße ändern:

Nach Angaben des UN-Kinderhilfswerks Unicef zählen mehr als eine Million Kinder zu den Flüchtlingen, die im Ausland Schutz und Sicherheit suchen. Ursprünglich hatte das UNHCR die Höchstzahl der möglichen Kriegsflüchtlinge auf vier Millionen geschätzt. Inzwischen geht die UN-Agentur davon aus, dass die Zahlen am Ende weit darüber liegen könnten.

Vor der russischen Invasion lebten in der Ukraine 37 Millionen Menschen. Dabei wurden die von Russland annektierte Krim und die von pro-russischen Separatisten kontrollierten Gebiete Donezk und Luhansk nicht berücksichtigt.

Nach einer aktuellen Aufstellung des UNHCR halten sich sechs von zehn geflüchteten Ukrainern - rund 1,7 Millionen Menschen - derzeit in Polen auf. Schon vor dem Krieg lebten in Polen rund 1,5 Millionen Ukrainer.

Die Bundesregierung ist nach eigenen Angaben von der großen Zahl an Flüchtlingen aus der Ukraine überrascht worden. Bis Montag kamen mindestens 146.000 Menschen hierzulande an. Nach Ungarn gelangten 255.000 ukrainische Flüchtlinge, in die Slowakei 205.000, nach Moldau 107.000.

(S.A.Dudajev--DTZ)

Empfohlen

China und Nordkorea eröffnen neue Grenzbrücke für Straßenverkehr

Zwölf Jahre nach ihrer Fertigstellung wird am Donnerstag eine neue Straßenbrücke zwischen China und Nordkorea eröffnet. Die vierspurige, gut drei Kilometer lange Brücke führt von der chinesischen Grenzstadt Dandong über den Fluss Yalu nach Nordkorea. Ihre Inbetriebnahme hatte sich unter anderem wegen fehlender Anschlussstraßen und Zollanlagen auf nordkoreanischer Seite verzögert, wie die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap berichtete.

EU-Staats- und Regierungschefs verhandeln über nächsten EU-Haushalt

Die Staats- und Regierungschefs der EU kommen am Donnerstag zu einem zweitägigen Gipfel in Brüssel zusammen. Am ersten Tag stehen die Verhandlungen über den Mehrjährigen Finanzrahmen (MFR) für die Europäische Union von 2028 bis 2034 im Mittelpunkt. Eine Einigung wird angesichts der weit auseinander liegenden Positionen jedoch zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht erwartet.

Nach Selenskyjs Appell an Musk: Ukraine meldet bessere Starlink-Verbindung

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat den US-Technologieunternehmer Elon Musk zur Wiederherstellung des Satelliten-Kommunikationsdienstes Starlink in der Ukraine aufgefordert - kurz darauf meldete das ukrainische Verteidigungsministerium eine Verbesserung der Verbindungen. "Wenn die Angriffe weitergehen und Starlink nicht funktioniert, werden natürlich Menschen sterben", sagte Selenskyj am Mittwoch in einem Interview mit dem Journalisten Piers Morgan.

Krankenkassen: GKV-Schätzerkreis rechnet mit stabilem Beitragssatz

Der Zusatzbeitrag der Krankenkassen könnte nach Angaben des sogenannten GKV-Schätzerkreises im kommenden Jahr stabil bleiben. Aus den Schätzergebnissen für das Jahr 2027 ergibt sich ein durchschnittlicher Zusatzbeitragssatz in Höhe von unverändert 2,9 Prozent, wie der Schätzerkreis am Mittwochabend mitteilte. Die Ausgaben der gesetzlichen Krankenkassen werden demnach im kommenden Jahr wesentlich geringer ansteigen als noch im laufenden Jahr.

Textgröße ändern: