Deutsche Tageszeitung - Andrij Melnyk, kein „Russland-Versteher“ wie Steinmeier?

Andrij Melnyk, kein „Russland-Versteher“ wie Steinmeier?


Andrij Melnyk, kein „Russland-Versteher“ wie Steinmeier?
Andrij Melnyk, kein „Russland-Versteher“ wie Steinmeier?

„Russland-Versteher“ ist für mich kein Schimpfwort, sagte der einstige Außenminister und heutige Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland, Frank-Walter Steinmeier (SPD), im August des Jahres 2016. Der Umgang der SPD mit Russland war immer schon ein besonderer, so setzte Altkanzler Brandt bereits in den 60er-Jahren auf Annäherung und Bundesaußenminister Steinmeier war beim Massenmörder und Kriegsverbrecher Wladimir Putin ein gern gesehener Gast, wobei Steinmeier gar vor einer "Entfremdung" gegenüber Russland warnte...

Dass dies aus heutiger Sicht eine beschämende Fehleinschätzung des SPD-Politikers Steinmeier war, im Angesicht der tausenden toten Zivilisten, davon weit über einhundert Kindern, nach nur einem Monat des verbrecherischen Angriffskrieges von Russland gegen die Ukraine, verschweigt man betreten im deutschen Bundespräsidialamt. Mit derlei Fehleinschätzungen, in Bezug auf Russland, ist Steinmeier in der deutschen Politik überdies nicht allein, was nichts Gutes erwarten lässt, im Angesicht der aktuellen Verhandlungen mit dem iranischen Terror-Regime...

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Wenn man in diesem Zusammenhang auch noch die fragwürdige russische Lobby-Tätigkeit des SPD-Politikers und Ex-Bundeskanzlers Gerhard Schröder betrachtet, einem Dutz-Freund von Kreml-Despot Wladimir Putin, wobei Schröder überdies auch ein Dutz-Freund des aktuell amtierenden Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) ist, dann fragen sich Journalisten im politischen Berlin, wie aktuell ausgerechnet eben dieser Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (SPD) zu einem Solidaritätskonzert für die Ukraine, russische Musiker einladen konnte?
War Sensibilität für den „Russland-Versteher“ Steinmeier zu dieser Veranstaltung ein Fremdwort, oder war seine Entourage in der Organisation dieser Veranstaltung schlichtweg einfach nur unsensibel, oder gibt es noch mehr „Russland-Versteher“ im Bundespräsidialamt?

Der international hoch angesehene ukrainische Botschafter Andrij Melnyk (46) hat dementsprechend absolut nachvollziehbar, seine Teilnahme an dem von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier vorgenannt veranstalteten Solidaritätskonzert mit den Berliner Philharmonikern im Schloss Bellevue abgesagt. „Nur russische Solisten, keine Ukrainerinnen“, twitterte Botschafter Andrij Melnyk am Sonntag. „Ein Affront. Sorry, ich bleibe fern.“

Melnyk ist seit dem 12. Januar 2015 Botschafter der Ukraine in Deutschland, spricht fließend Deutsch und Englisch und war bereits zwischen 2007 und 2010 in Deutschland als Generalkonsul der Ukraine in Hamburg tätig und "JA", Melnyk ist kein „Russland-Versteher“ wie Frank-Walter Steinmeier!

Melnyk erhofft sich nicht nur wegen des mörderischen russischen Bomben-Terrors in Mariupol, einhergehend mit den russischen Kriegsverbrechen in anderen ukrainischen Städten, mehr Unterstützung von Deutschland gegen Russlands Terror-Armee.
Dass Deutschlands Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) kurz nach dem russischen Terror-Angriff auf die Ukraine, zu Melnyk gesagt haben soll: „Euch bleiben nur wenige Stunden“, wobei Lindner Waffenlieferungen oder einen Swift-Ausschluss Russlands für sinnlos erklärte, wurde von Botschafter Melnyk mit den Worten beschrieben: „Das war das schlimmste Gespräch in meinem Leben“.

Affront hin oder her, fest steht, wenn es je einen außerordentlich bevollmächtigten Botschafter eines Landes gab, so ist dieser Andrij Melnyk das Sinnbild eines hervorragenden Diplomaten, welcher Tag und Nacht bemüht ist, für sein ukrainisches Volk zu kämpfen und ja, solche Diplomaten oder Politiker eines Schlages von Andrij Melnyk, würden auch der Bundesrepublik Deutschland sehr gut zu Gesicht stehen. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj und sein Außenminister, Dmytro Kuleba, können stolz auf Andrij Melnyk sein!

Wie man also den Affront-Spieß vom Wochenende auch drehen und wenden mag, die weit über zweihundert Millionen Euro, welche die Bundesrepublik Deutschland - wohlgemerkt täglich - an den russischen Terror-Staat zahlen, für Gas und Öl, riechen nach ukrainischen Kinderblut, deshalb sollten die deutschen „Russland-Versteher“ dringend ihre Politik überdenken...    I.Schneider--DTZ

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