Deutsche Tageszeitung - EU-Kommissar spricht von "Hinweisen auf Spionage-Software" auf Mobiltelefonen

EU-Kommissar spricht von "Hinweisen auf Spionage-Software" auf Mobiltelefonen


EU-Kommissar spricht von "Hinweisen auf Spionage-Software" auf Mobiltelefonen
EU-Kommissar spricht von "Hinweisen auf Spionage-Software" auf Mobiltelefonen / Foto: © AFP/Archiv

Die EU-Kommission hat Hinweise auf Spionage-Software auf Telefonen von hochrangigen EU-Beamten gefunden. Ob es sich dabei um die israelische Software Pegasus handle, sei jedoch nicht sicher, heißt es in einem Schreiben des EU-Justizkommissars Didier Reynders, das der Nachrichtenagentur AFP am Donnerstag vorlag. "Die Prüfung mehrerer Geräte hat Hinweise auf Spionage-Software ergeben", heißt es in Reynders' Brief an die niederländische EU-Abgeordnete Sophie in 't Veld, die zum Untersuchungsausschuss des EU-Parlaments zählt.

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Eine interne Untersuchung habe nicht bekräftigt, "dass Pegasus private oder Diensttelefone infiziert hat", heißt es in Reynders' Antwort auf eine Anfrage der Untersuchungskommission. Der EU-Kommissar erwähnt auch, dass er im November 2021 einen Hinweis von Apple erhalten habe, dass sein Telefon möglicherweise durch Pegasus ausspioniert werde. Weitere Mitarbeiter der Kommission seien ebenfalls gewarnt worden. Die Untersuchungen der Kommission sind noch nicht abgeschlossen.

Der Untersuchungsauschuss war eingesetzt worden, nachdem die kanadische Organisation Citizien Lab herausgefunden hatte, dass mehr als 60 katalanische Unabhängigkeitsbefürworter mit Hilfe von Pegasus ausspioniert worden waren. Der spanische Geheimdienst bekannte sich später dazu.

Auch Polen und Ungarn stehen im Verdacht, diese Software einzusetzen, die die Kamera und das Mikrofon von Telefonen anschalten und die Daten sammeln kann. Beide Länder antworteten auf Anfrage des Untersuchungsausschusses, dass es sich dabei um Fragen der nationalen Sicherheit handle.

(P.Tomczyk--DTZ)

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