Deutsche Tageszeitung - Außenminister Wang: China bereit zu "konstruktiver" Vermittlerrolle bei Ukraine-Konflikt

Außenminister Wang: China bereit zu "konstruktiver" Vermittlerrolle bei Ukraine-Konflikt


Außenminister Wang: China bereit zu "konstruktiver" Vermittlerrolle bei Ukraine-Konflikt
Außenminister Wang: China bereit zu "konstruktiver" Vermittlerrolle bei Ukraine-Konflikt / Foto: © POOL/AFP

China hat sich bei den Bemühungen um eine Beendigung des Ukraine-Konflikts als Vermittler angeboten. Peking sei "bereit, gemeinsam mit der internationalen Gemeinschaft eine konstruktive Rolle bei der Beilegung des Konflikts zu spielen", sagte Chinas Außenminister Wang Yi in einem am Dienstag veröffentlichten Interview mit der staatlichen russischen Nachrichtenagentur Ria Nowosti.

Textgröße ändern:

China wolle dabei "die Bestrebungen der beteiligten Parteien berücksichtigen", sagte der Spitzendiplomat vor einem Treffen mit seinem russischen Kollegen Sergej Lawrow in Moskau. Allerdings unterstütze China Russland bei der Verteidigung seiner "Interessen".

Bei seinem Treffen mit Lawrow sagte Wang, beide Länder würden "zusammenarbeiten, um neue Beiträge für Frieden und Entwicklung" zu leisten. Die beiden Außenminister würdigten die guten Beziehungen zwischen ihren Ländern. Wang sprach von einer "umfassenden Kooperation", die die chinesisch-russischen Beziehungen auf eine "neue Ebene" heben werde. Lawrow sagte, die Beziehungen beider Länder hätten ein "beispielloses Niveau" erreicht und würden sich "in allen Bereichen dynamisch entwickeln".

China stellt sich im Ukraine-Konflikt als neutrale Partei dar. Allerdings haben Moskau und Peking ihre militärischen und wirtschaftlichen Beziehungen seit dem Beginn des russischen Offensive gegen die Ukraine vor drei Jahren verstärkt. Peking hat die russische Offensive in der Ukraine nie verurteilt. Nato-Staaten werfen China deswegen vor, das Vorgehen Russlands mit zu ermöglichen.

US-Präsident Donald Trump drängt seit seinem Amtsantritt im Januar auf ein rasches Ende des Ukraine-Konflikts. Bei Gesprächen mit Russland und der Ukraine ist bislang aber noch kein Durchbruch gelungen.

(P.Vasilyevsky--DTZ)

Empfohlen

Venezuela und Kolumbien vereinbaren gemeinsamen Kampf gegen "Mafias" an ihrer Grenze

Der kolumbianische Staatschef Gustavo Petro hat bei einem Besuch in Venezuela mit der dortigen Übergangspräsidentin Delcy Rodríguez eine militärische Zusammenarbeit zur Bekämpfung krimineller Banden an der gemeinsamen Grenze vereinbart. Petro sagte am Freitag (Ortszeit) in Caracas, die Nachbarstaaten würden optimal abgestimmte gemeinsame Anstrengungen unternehmen, "um die Menschen an der Grenze von den Mafias zu befreien"

SPD-Fraktionschef Miersch: Iran-Krise könnte Aufnahme neuer Schulden nötig machen

Wegen der anhaltenden Energiekrise infolge des Iran-Kriegs hat SPD-Fraktionschef Matthias Miersch eine zusätzliche Schuldenaufnahme ins Spiel gebracht. "Der Staat hat die Aufgabe, einen Zusammenbruch unserer Wirtschaft zu verhindern", sagte Miersch der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Samstagsausgabe). "Ich will keinen Teufel an die Wand malen, aber natürlich müssen im schlimmsten Fall alle Optionen auf den Tisch."

Perus Wahlgericht hält an Termin für Präsidentschaftsstichwahl fest - keine Neuwahl in Lima

Nach der chaotischen ersten Runde der Präsidentschaftswahl in Peru hat das Nationale Wahlgericht (JNE) den Termin für die zweiten Runde im Juni bestätigt. Der Urnengang finde am 7. Juni statt, erklärte das Gremium am Freitag (Ortszeit). Zugleich wies es Forderungen nach einer Wiederholung des ersten Wahlgangs in der Hauptstadt Lima zurück.

Reiche will angesichts der Energiekrise Infrastruktur für fossile Energien stärken

Als Konsequenz aus der gegenwärtigen Energiekrise will Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) neue Öllieferungen erschließen und die Widerstandsfähigkeit fossiler Infrastruktur wie Raffinerien und Pipelines stärken. "Jetzt müssen wir daran arbeiten, alle Optionen der Diversifizierung unserer Rohöllieferungen zu nutzen", sagte Reiche der "Welt am Sonntag". "Wir müssen die Resilienz unserer Raffinerien, Bezugswege und Infrastruktur stärken."

Textgröße ändern: