Deutsche Tageszeitung - Pentagon kürzt "verschwenderische" Ausgaben in Höhe von 5,1 Milliarden Dollar

Pentagon kürzt "verschwenderische" Ausgaben in Höhe von 5,1 Milliarden Dollar


Pentagon kürzt "verschwenderische" Ausgaben in Höhe von 5,1 Milliarden Dollar
Pentagon kürzt "verschwenderische" Ausgaben in Höhe von 5,1 Milliarden Dollar / Foto: © AFP

US-Verteidigungsminister Pete Hegseth hat die Streichung "verschwenderischer" Ausgaben seines Ressorts im Volumen von 5,1 Milliarden Dollar (4,47 Milliarden Euro) bekanntgeben. Von den Kürzungen betroffen sind Verträge über Maßnahmen für Diversität, Gleichberechtigung und Inklusion (DEI), für den Klimaschutz und den Schutz vor dem Coronavirus, wie Hegseth am Donnerstag (Ortszeit) in einem Video mitteilte. Auf der Streichlisten stehen ferner diverse Verträge über Beratungsdienste sowie ein Vertrag über Cloud-IT-Dienste.

Textgröße ändern:

Die neuen Kürzungen addieren sich zu Streichungen in Höhe von 580 Millionen Dollar, die Hegseth im März beschlossen hatte. Auch von den vorherigen Streichungen waren unter anderem DEI-Programme betroffen. Hegseth bekräfigte in dem Video sein Vorhaben, "woke" Programme aus der Ära des früheren Präsidenten Joe Biden "auszurotten". "Woke" ist in seiner Verwendung durch konservative Kreise ein Negativbegriff für angebliche Exzesse linker Politik etwa in dem Bereich der Förderung von Minderheiten.

Bei seinem Streichkurs arbeitet Hegseth nach eigenen Angaben eng mit der unter Mitwirkung des Präsidentenberaters und Tech-Multimilliardärs Elon Musk ins Leben gegründeten Abteilung für staatliche Effizienz (Doge) zusammen. Hegseth hatte zu einem früheren Zeitpunkt gesagt, dass Doge "umfassenden Zugriff" im Pentagon bekommen habe. Die von Präsident Donald Trump gegründete und in der Öffentlichkeit heftig umstrittene Abteilung Doge ist mit einem radikalen Abbau von Personal und Kosten in den US-Bundesbehörden betraut.

Wie Hegseth jetzt ankündigte, suspendiert das Pentagon zudem Fördermittel in Höhe von insgesamt mehr als 500 Millionen Dollar für die Northwestern University und die Cornell University, da diese Hochschulen "Antisemitismus tolerieren und spalterische DEI-Programme unterstützen". Geldzahlungen an andere Universitäten hatte das Ministerium bereits zuvor ausgesetzt.

Hegseth hatte laut einem von der "Washington Post" eingesehenen Memo im Februar angeordnet, das Budget des Verteidigungsministeriums pro Jahr um jeweils acht Prozent zu kürzen. Im Jahr 2025 beträgt der Verteidigungshaushalt etwa 850 Milliarden Dollar.

(M.Travkina--DTZ)

Empfohlen

Nahost-Konflikt: EU bekräftigt ihre Unterstützung für die Zweistaatenlösung

Die EU hat ihre Unterstützung für eine Zweistaatenlösung im Konflikt zwischen Israel und den Palästinensern bekräftigt. Dies sei die einzige "Möglichkeit für Palästinenser wie für Israelis, in Sicherheit, Würde und Frieden zu leben", sagte die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas zu Beginn eines Treffens der Globalen Allianz für die Umsetzung der Zweistaatenlösung in Brüssel am Montag.

Zahl polizeilich erfasster Straftaten 2025 zurückgegangen

Die Zahl der polizeilich erfassten Straftaten ist im vergangenen Jahr spürbar gesunken. Laut der am Montag in Berlin veröffentlichten Polizeilichen Kriminalstatistik wurden 2025 bundesweit 5.508.559 Straftaten registriert, 5,6 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Auch bei der Gewaltkriminalität gab es insgesamt einen Rückgang um 2,3 Prozent, bei einigen schweren Straftaten wurden jedoch teils deutliche Anstiege registriert.

Philippinen und USA beginnen "größte" gemeinsame Militärübung - China: "Spiel mit dem Feuer"

Vor dem Hintergrund des Iran-Krieges haben die Philippinen eine umfangreiche gemeinsame Militärübung mit den USA begonnen. An den jährlichen Manövern nehmen diesmal etwa 10.000 US-Soldaten teil, wie der US-Generalleutnant Christian Wortman am Montag Journalisten sagte. Der philippinische Generalstabschef Romeo Brawner zitierte den Chef des US-Indopazifik-Kommandos, Samuel Paparo, mit den Worten, die diesjährige Übung Balikatan (Schulter an Schulter) werde "die größte aller Zeiten" sein. China warf Washington und Manila ein "Spiel mit dem Feuer" vor.

Islamistisch motivierte Messerattacken in Essen: Anklage wegen Mordversuchen

Sieben Monate nach den Messerattacken von Essen hat die Bundesanwaltschaft den Tatverdächtigen wegen dreier Mordversuche angeklagt. Der damals 17 Jahre alte Kosovare Erjon S. soll einen islamistischen Dschihad gegen "Ungläubige" geplant haben, wie die Karlsruher Behörde am Montag mitteilte. Anfang September habe er auf seine Lehrerin und einen ihm fremden Mann eingestochen und außerdem den Hausmeister einer Schule angegriffen.

Textgröße ändern: