Deutsche Tageszeitung - Heftige Proteste in Indonesien nach Tod von Motorradtaxi-Fahrer

Heftige Proteste in Indonesien nach Tod von Motorradtaxi-Fahrer


Heftige Proteste in Indonesien nach Tod von Motorradtaxi-Fahrer
Heftige Proteste in Indonesien nach Tod von Motorradtaxi-Fahrer / Foto: © AFP

Der Tod eines Motorradtaxi-Fahrers bei einer Demonstration hat in Indonesien heftige Proteste ausgelöst. Die indonesische Polizei ging am Freitag mit Tränengas gegen hunderte Demonstranten in der Hauptstadt Jakarta vor, wie ein Reporter der Nachrichtenagentur AFP beobachtete. Zuvor hatte Indonesiens Präsident Prabowo Subianto angekündigt, Ermittlungen zum Tod des Motorradtaxi-Fahrers zu veranlassen.

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Der Mann war am Donnerstag bei einer regierungskritischen Demonstration ums Leben gekommen. Ein in Onlinediensten verbreitetes Video des Vorfalls hatte in Indonesien für Empörung gesorgt. Darin ist ein schwarzes Polizeifahrzeug zu sehen, das einen Mann überfährt. Die Proteste waren durch die Erhöhung von Abgeordnetengehältern ausgelöst worden.

Am Freitag versammelten sich daraufhin Demonstranten vor dem Hauptquartier der mobilen Brigade der Polizei in Jakarta, um gegen den Tod des Motorradtaxi-Fahrers zu demonstrieren. Viele der Demonstranten waren selbst Motorradtaxi-Fahrer, in Indonesien häufig "Ojeks" genannt. "Ich nehme an den Protesten teil, weil ich sehr besorgt über den Tod meines Fahrerkollegen bin", sagte der 52-jährige Muzakir AFP.

Die indonesische Regierung kündigte Konsequenzen an. "Ich habe veranlasst, dass der Vorfall der vergangenen Nacht gründlich und transparent untersucht wird und die beteiligten Beamten zur Rechenschaft gezogen werden", erklärte Präsident Prabowo. Nach Angaben der Polizei wird derzeit gegen sieben Beamte im Zusammenhang mit dem Tod des Mannes ermittelt. Die Verdächtigen seien vorübergehend festgenommen worden.

(O.Zhukova--DTZ)

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