Deutsche Tageszeitung - US-Haushaltssperre: Atomwaffensicherheitsbehörde schickt Mitarbeiter in Zwangsurlaub

US-Haushaltssperre: Atomwaffensicherheitsbehörde schickt Mitarbeiter in Zwangsurlaub


US-Haushaltssperre: Atomwaffensicherheitsbehörde schickt Mitarbeiter in Zwangsurlaub
US-Haushaltssperre: Atomwaffensicherheitsbehörde schickt Mitarbeiter in Zwangsurlaub / Foto: © GETTY IMAGES NORTH AMERICA/AFP/Archiv

Wegen der Haushaltssperre in den USA schickt die Behörde für Atomwaffensicherheit (NNSA) nach Medienberichten den Großteil ihrer Mitarbeiter in Zwangsurlaub. Der Sender CNN und andere Medien berichteten, ab Montag würden rund 1400 NNSA-Mitarbeiter darüber informiert, dass sie ohne Gehaltsfortzahlung pausieren müssten. Rund 400 weitere sollen dagegen weiter arbeiten und sich um die Sicherheit der US-Nuklearsprengköpfe kümmern.

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Die USA verfügen nach Schätzungen von Experten der Organisation Bulletin of the Atomic Scientists über insgesamt 5177 Atomsprengköpfe. Aufgabe der NNSA ist es, für die Sicherheit und Wirksamkeit des Atomwaffenarsenals zu sorgen. Zudem reagiert die Behörde auf Notfälle in den USA wie im Ausland.

Die NNSA ist dem US-Energieministerium unterstellt, dessen Sprecher Ben Dietderich laut CNN die Pläne bestätigte. Es ist das erste Mal, dass die Behörde während eines solchen Stillstands der Bundesverwaltung Mitarbeiter in den Zwangsurlaub schickt.

US-Energieminister Chris Wright hatte am Freitag im Onlinedienst X angekündigt, er werde am Montag bei einem Besuch in Las Vegas erläutern, wie die Haushaltssperre "unsere nationale Sicherheit beeinflusst sowie die Männer und Frauen, die unser nukleares Abschreckungspotential schützen". Wright machte die oppositionelle Demokratische Partei für den Stillstand verantwortlich.

Der sogenannte Shutdown war am 1. Oktober in Kraft getreten, nachdem sich Trumps Republikaner und die Demokraten im Kongress nicht auf einen Übergangshaushalt einigen konnten. Die Ausgabensperre endet erst, wenn das Budget verabschiedet ist. Die Demokraten fordern Zugeständnisse bei der Gesundheitsversorgung ärmerer Bevölkerungsteile.

(W.Budayev--DTZ)

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