Deutsche Tageszeitung - Unionspolitiker Kuban lässt Fraktionsamt ruhen - Bericht über private Probleme

Unionspolitiker Kuban lässt Fraktionsamt ruhen - Bericht über private Probleme


Unionspolitiker Kuban lässt Fraktionsamt ruhen - Bericht über private Probleme
Unionspolitiker Kuban lässt Fraktionsamt ruhen - Bericht über private Probleme / Foto: © AFP/Archiv

Wegen Vorwürfen aus seinem privaten Umfeld lässt der CDU-Bundestagsabgeordnete und frühere Junge-Union-Chef Tilman Kuban sein Fraktionsamt ruhen. Bis zur Klärung der Vorwürfe sei Kuban nicht mehr Vorsitzender der Arbeitsgruppe für EU-Angelegenheiten in der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, sagte eine Fraktionssprecherin am Mittwoch der "Bild". "Die Fraktionsspitze nimmt die Vorwürfe ernst, ohne eine rechtliche oder tatsächliche Bewertung vornehmen zu können", sagte sie. "Diese kann nur durch die ermittelnde Behörde erfolgen, es gilt die Unschuldsvermutung."

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Nach Informationen der "Bild" stellte Kubans Frau Dominique Emerich Strafanzeige gegen ihren Noch-Ehemann. Die Vorwürfe sollen dem Bericht zufolge im Zusammenhang mit Streitigkeiten im Zuge der Trennung stehen. Emerich sagte der Zeitung: "Es ist zutreffend, dass mein Mann und ich seit mehreren Monaten offiziell getrennt sind. Zu allem anderen möchte ich mich nicht äußern." Mit den Vorwürfen gegen den CDU-Bundestagsabgeordneten befassen sich laut "Bild" die Staatsanwaltschaft Konstanz und der Immunitätsausschuss des Bundestages.

Die Zeitung zitiert auch aus einem Schreiben, das Tilman Kuban intern verschickt habe. Darin bestätige Kuban die Trennung von seiner Frau. "Dies ist für uns eine sehr belastende Zeit", zitierte "Bild" aus dem Schreiben. "In diesem Zusammenhang werden mir Dinge vorgeworfen, die ich vehement bestreite. Gleichzeitig befinden wir uns leider in einem sehr streitigen Sorgerechtsverfahren."

Kuban stand von 2019 bis 2022 an der Spitze der CDU-Nachwuchsorganisation Junge Union. Im Jahr 2021 wurde er in den Bundestag gewählt. Seinen aktuellen Fraktionsposten als Vorsitzender der Arbeitsgruppe Europa soll bis auf weiteres von seinem Stellvertreter übernommen werden.

(G.Khurtin--DTZ)

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