Deutsche Tageszeitung - Trump: Keine US-Regierungsvertreter bei G20-Gipfel in Südafrika

Trump: Keine US-Regierungsvertreter bei G20-Gipfel in Südafrika


Trump: Keine US-Regierungsvertreter bei G20-Gipfel in Südafrika
Trump: Keine US-Regierungsvertreter bei G20-Gipfel in Südafrika / Foto: © AFP/Archiv

An dem G20-Gipfel in Südafrika in diesem Monat werden nach den Worten von US-Präsident Donald Trump keine Regierungsvertreter seines Landes teilnehmen. Trump begründete den Schritt am Freitag in seinem Onlinedienst Truth Social mit "Menschenrechtsverletzungen" in dem afrikanischen Land. Er wiederholte dabei widerlegte Behauptungen, dass die weißen Nachfahren meist niederländischer Siedler in Südafrika systematisch "getötet und abgeschlachtet" würden.

Textgröße ändern:

Trump hatte im September angekündigt, Vizepräsident JD Vance werde an seiner Stelle zum G20-Gipfel reisen. Nun erklärte er jedoch, dass die USA keinen Regierungsvertreter schicken würden. "Es ist eine absolute Schande, dass der G20-Gipfel in Südafrika stattfindet", schrieb der US-Präsident.

Pretoria drückte Bedauern über die Äußerungen Trumps aus. "Die Behauptung, dass diese Gemeinschaft Verfolgung ausgesetzt ist, basiert nicht auf Tatsachen", erklärte das südafrikanische Außenministerium. Die südafrikanische Regierung freue sich darauf, als Gastgeber für ein "erfolgreiches" Gipfeltreffen zu dienen.

Trump hat Südafrika seit seiner Rückkehr ins Weiße Haus im Januar wegen einer Reihe von Themen scharf kritisiert. Er wirft dem früheren Apartheid-Staat insbesondere einen "Genozid" an Weißen vor. Die südafrikanische Regierung besteht ihrerseits darauf, dass weiße Südafrikaner in ihrer Heimat keiner Verfolgung ausgesetzt seien.

In der vergangenen Woche hatten die USA erklärt, die Aufnahme von Flüchtlingen massiv einzuschränken. Weiße Südafrikaner oder andere "Opfer von illegaler oder ungerechter Diskriminierung in ihren jeweiligen Heimatländern" sollten bevorzugt werden. Die südafrikanische Regierung reagierte mit scharfer Kritik auf die Ankündigung aus Washington.

(L.Barsayjeva--DTZ)

Empfohlen

Nach Selenskyjs Appell an Musk: Ukraine meldet bessere Starlink-Verbindung

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat den US-Technologieunternehmer Elon Musk zur Wiederherstellung des Satelliten-Kommunikationsdienstes Starlink in der Ukraine aufgefordert - kurz darauf meldete das ukrainische Verteidigungsministerium eine Verbesserung der Verbindungen. "Wenn die Angriffe weitergehen und Starlink nicht funktioniert, werden natürlich Menschen sterben", sagte Selenskyj am Mittwoch in einem Interview mit dem Journalisten Piers Morgan.

Krankenkassen: GKV-Schätzerkreis rechnet mit stabilem Beitragssatz

Der Zusatzbeitrag der Krankenkassen könnte nach Angaben des sogenannten GKV-Schätzerkreises im kommenden Jahr stabil bleiben. Aus den Schätzergebnissen für das Jahr 2027 ergibt sich ein durchschnittlicher Zusatzbeitragssatz in Höhe von unverändert 2,9 Prozent, wie der Schätzerkreis am Mittwochabend mitteilte. Die Ausgaben der gesetzlichen Krankenkassen werden demnach im kommenden Jahr wesentlich geringer ansteigen als noch im laufenden Jahr.

Kongresswahlen: US-Demokraten bilden 100 Wahlbeobachter aus

Vor den US-Kongresswahlen in knapp drei Wochen hat die Demokratische Partei eigene Wahlbeobachter ausgebildet. Der Minderheitsführer der Demokraten im Senat, Chuck Schumer, sagte am Mittwoch in Washington, 100 Kongressmitarbeiterinnen und -mitarbeiter seien dafür geschult worden. "Ihre Rolle ist ganz klar: beobachten, dokumentieren und über die Fakten berichten", sagte Schumer.

Selenskyj fordert Musk zu Wiederherstellung von Starlink in der Ukraine auf

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat den US-Technologieunternehmer Elon Musk aufgefordert, den Satelliten-Kommunikationsdienst Starlink in der Ukraine wiederherzustellen. "Wenn die Angriffe weitergehen und Starlink nicht funktioniert, werden natürlich Menschen sterben", sagte Selenskyj am Mittwoch während eines Besuchs in Großbritannien in einem Interview mit dem britischen Journalisten Piers Morgan. Die Störung des Dienstes sei "ein großer Fehler".

Textgröße ändern: