Deutsche Tageszeitung - Forensischer Bericht: Türkischer Umweltjournalist mutmaßlich zu Tode geprügelt

Forensischer Bericht: Türkischer Umweltjournalist mutmaßlich zu Tode geprügelt


Forensischer Bericht: Türkischer Umweltjournalist mutmaßlich zu Tode geprügelt
Forensischer Bericht: Türkischer Umweltjournalist mutmaßlich zu Tode geprügelt / Foto: © AFP/Archiv

Der türkische Umweltjournalist Hakan Tosun, der im Oktober nach einem Angriff in Istanbul gestorben war, ist einem forensischen Bericht zufolge mutmaßlich zu Tode geprügelt worden. Der von der Staatsanwaltschaft in Auftrag gegebene Bericht "weist auf einen Schädelbruch hin", der durch "mehrere Schläge, insbesondere viele Tritte gegen den Kopf" verursacht worden sei, sagte der die Familie des verstorbenen Journalisten vertretende Anwalt Onur Cingli am Donnerstag der Nachrichtenagentur AFP.

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Der 50-jährige Tosun war im Oktober bewusstlos in den Straßen des Istanbuler Stadtteils Esenyurt aufgefunden worden und erlag wenig später im Krankenhaus seinen Verletzungen. Aufnahmen von Überwachungskameras zeigten, wie er von zwei Personen angegriffen wurde. Die Polizei in Istanbul nahm im Zusammenhang mit dem Fall zwei Männer im Alter von 18 und 24 Jahren fest.

"Dieser Bericht dokumentiert, dass das Opfer geschlagen wurde und nach einer lang andauernden und schrecklichen Gewalttat starb", ergänzte Cingil. Auch an anderen Körperstellen der Leiche wurden dem forensischen Bericht zufolge Knochenbrüche festgestellt. "Für uns ist die Todesursache klar: die Schläge, die er erhalten hat", sagte die Schwester des Verstorbenen AFP.

Tosun war für seine Dokumentarfilme und Berichterstattung über Themen rund um Umweltschutz, städtischen Aktivismus und den Kampf gegen Gentrifizierung bekannt. Menschenrechtsaktivisten forderten eine umfassende Untersuchung seines Todes.

(N.Loginovsky--DTZ)

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