Deutsche Tageszeitung - SPD fordert Union zu ergebnisoffener Diskussion bei Erbschaftsteuer auf

SPD fordert Union zu ergebnisoffener Diskussion bei Erbschaftsteuer auf


SPD fordert Union zu ergebnisoffener Diskussion bei Erbschaftsteuer auf
SPD fordert Union zu ergebnisoffener Diskussion bei Erbschaftsteuer auf / Foto: © AFP

Die SPD hat die Union aufgefordert, ohne Vorfestlegungen über eine Reform der Erbschaftsteuer zu diskutieren. Die Koalitionspartner seien gut beraten, an das Thema nach dem erwarteten Urteil des Bundesverfassungsgerichts "einfach ergebnisoffen ranzugehen", sagte SPD-Generalsekretär Tim Klüssendorf am Montag in Berlin. Ziel müsse die "Suche nach dem besten Kompromiss" sein.

Textgröße ändern:

Klüssendorf bekräftigte, dass die Sozialdemokraten noch diese Woche ihre Pläne zur Reform der Erbschaftsteuer vorstellen würden. Forderungen aus der SPD zur Erhöhung der Erbschaftsteuer waren in der Union und insbesondere bei der CSU auf massive Kritik gestoßen.

Aus Sicht der SPD sei klar, dass es "eine stärkere Beteiligung der allerhöchsten Vermögen" bei Erbschaften und Schenkungen brauche, wenn auf der anderen Seite die Einkommensteuer für kleine und mittlere Einkommen gesenkt werden solle, sagte Klüssendorf. Dass sich die SPD in der Erbschaftsteuerfrage nun positioniere, sei "nichts Schlimmes". Es gehe hier zunächst um einen "Austausch von Positionen" mit der Union.

Der SPD-Generalsekretär wandte sich dabei gegen Berichterstattung, es gebe Streit in der Koalition. "Ich nehme die Union und uns momentan als sehr, sehr gesprächsbereit wahr in allen Feldern", sagte er. In vielen Fragen sei bei allen in der Koalition das Verständnis gewachsen, dass sich die Regierungspartner "gemeinsam auf den Weg machen" und Kompromisse für "echte Reformen" finden müssten. "Ich glaube, dass wir da auf einem guten Weg sind."

(U.Stolizkaya--DTZ)

Empfohlen

Großbritannien setzt Rückgabe-Plan für Chagos-Inseln wegen US-Kritik aus

Die britische Regierung wird ihren Plan zur Rückgabe der strategisch wichtigen Chagos-Inseln im Indischen Ozean an Mauritius wegen der scharfen Kritik von US-Präsident Donald Trump vorerst nicht weiter verfolgen. Das teilte ein Regierungssprecher am Samstag in London mit. "Wir glauben weiterhin, dass das Abkommen der beste Weg ist, um die Zukunft der Militärbasis langfristig zu sichern, aber wir haben immer gesagt, dass wir das Abkommen nur weiter vorantreiben, wenn es die Unterstützung der USA hat", erklärte der Sprecher.

Wirtschaftsweise: "Die meisten Menschen können höhere Spritpreise verkraften"

Vor den geplanten Beratungen der Koalitionsvertreter über Maßnahmen gegen die hohen Energiepreise hat die Wirtschaftsweise Monika Schnitzer vor Entlastungen "mit der Gießkanne" gewarnt. "Das ist eine Krise, wie sie immer wieder mal vorkommt", sagte sie der "Neuen Osnabrücker Zeitung" vom Samstag. "Die meisten Menschen können diese höheren Spritpreise verkraften." Für die wenigsten Menschen seien die Mehrkosten existenzbedrohend.

US-Vizepräsident Vance zu Verhandlungen mit Iran in Pakistan eingetroffen

US-Vizepräsident JD Vance ist zu den geplanten Verhandlungen über eine Beendigung des Iran-Kriegs in Pakistan eingetroffen. Das Flugzeug mit Vance an Bord landete am Samstagvormittag auf dem Luftwaffenstützpunkt Nur Khan nahe der pakistanischen Hauptstadt Islamabad, berichteten Reporter der Nachrichtenagentur AFP. Der US-Vizepräsident leitet eine Delegation, die ab Samstag unter Vermittlung Pakistans Verhandlungen mit Vertretern aus Teheran über eine dauerhafte Beilegung des seit Ende Februar andauernden Iran-Krieges führen soll.

US-Vizepräsident Vance für Iran-Gespräche in Pakistan gelandet

US-Vizepräsident JD Vance ist zu den geplanten Verhandlungen über eine Beendigung des Iran-Kriegs in Pakistan eingetroffen. Das Flugzeug mit Vance an Bord landete am Samstagvormittag auf dem Luftwaffenstützpunkt Nur Khan nahe der pakistanischen Hauptstadt Islamabad, berichteten Reporter der Nachrichtenagentur AFP. Der US-Vizepräsident leitet eine US-Delegation, die ab Samstag unter Vermittlung Pakistans Verhandlungen mit Vertretern aus Teheran über eine dauerhafte Friedenslösung für den seit Ende Februar andauernden Iran-Krieg führen soll.

Textgröße ändern: