Deutsche Tageszeitung - Israel tritt im ersten ESC-Halbfinale am 12. Mai in Wien an

Israel tritt im ersten ESC-Halbfinale am 12. Mai in Wien an


Israel tritt im ersten ESC-Halbfinale am 12. Mai in Wien an
Israel tritt im ersten ESC-Halbfinale am 12. Mai in Wien an / Foto: © AFP

Nach der Kontroverse um die Teilnehme Israels am Eurovision Song Contest (ESC) sind die Startplätze für die beiden Halbfinale in vier Monaten verteilt worden. Israel tritt am 12. Mai im ersten Halbfinale an, wie eine Auslosung am Montag im Wiener Rathaus ergab. Auf der Bühne stehen an diesem Abend außerdem die Kandidatinnen und Kandidaten aus Belgien, Estland, Finnland, Georgien, Griechenland, Kroatien, Litauen, Moldau, Montenegro, Polen, Portugal, San Marino, Schweden und Serbien.

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Beim zweiten Halbfinale am 14. Mai bewerben sich dann die Teilnehmer aus Albanien, Armenien, Aserbaidschan, Australien, Bulgarien, Dänemark, Lettland, Luxemburg, Malta, Norwegen, Rumänien, der Schweiz, Tschechien, der Ukraine und Zypern um einen Platz im Finale.

Der ESC wird traditionell vom Siegerland des Vorjahres ausgerichtet. 2025 hatte der österreichische Countertenor JJ das Finale in Basel mit seinem Beitrag "Wasted Love" gewonnen und damit den ESC für 2026 nach Österreich geholt. Das Finale findet am 16. Mai in Wien statt.

Deutschland zählt neben Frankreich, Großbritannien und Italien zu den großen ESC-Geldgebern, die neben dem Gastgeberland automatisch für das Finale qualifiziert sind.

Wegen der Teilnahme Israels boykottieren die Niederlande, Spanien, Irland, Slowenien und Island in diesem Jahr den ESC. Damit schicken nur Sendeanstalten aus 35 Ländern Beiträge zur 70. Ausgabe des Musikwettbewerbs nach Wien. Dies ist die geringste Teilnehmerzahl seit mehr als zwei Jahrzehnten.

Es ist der umfassendste Boykott in der Geschichte des Wettbewerbs. Anlass für die Debatte um Israels ESC-Teilnahme war der israelische Militäreinsatz im Gazastreifen als Reaktion auf den tödlichen Angriff der islamistischen Palästinenserorganisation Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023.

Andere Länder hingegen machten eine Teilnahme Israels zur Bedingung für ihre eigene Beteiligung. Die Bundesregierung hatte sich gegen eine Ausgrenzung Israels gewandt, das mit vier Siegen, zuletzt 2018, zu den erfolgreichsten ESC-Teilnehmern zählt.

(Y.Ignatiev--DTZ)

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